Bel ami münchen schamlippen durchstechen

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Die Frauengesichter gleichen derben Männergesichtern, und die Tatauierung vermag diesen Eindruck nur zu erhöhen. Ihre Blütezeit fällt sehr früh, im allgemeinen schon in das Während nämlich bei den nordöstlichen Stämmen Galla, Somali usw.

Zu den hübschesten Afrikanerinnen gehören aber zweifelsohne die Kaffernweiber Abb. Hier haben wir es gar oft mit wirklich schönen, wenn auch etwas derben Gestalten zu tun. Den Kaffern benachbart sitzen eine Reihe von Stämmen, die uns besonders deshalb sehr interessant erscheinen, weil man sie stets als Rest einer Urbevölke- rung Afrikas betrachtete. Ohne Zweifel gehören sie den Zwergrassen an.

Ihre am reinsten erhaltenen Vertreter im weitesten Sinne sind die Buschmänner, während die Hottentotten durch Beimischung anderer Elemente sich körperlich und kulturell stark von ihnen entfernt haben.

Unsere Abbildungen zeigen eine Hottentottin in jüngeren Abb. Alle neigen mehr oder weniger zur Steatopygie. Benachbart sind die Ovambo. Freilich treten hier schon jene mageren, fast wadenlosen Beine auf, die den weiblichen Körper so sehr entstellen, weil sie ihn eines seiner wesentlichsten Charakteristika berauben. Erfreulidier dürfen wir unser Ur- teil bei den Sudannegern gestalten. Hier haben wir z. Freilich sind im Sudan auch die Mischtypen sehr deutlich und als solche manchmal leicht erkenn- bar.

Nase und Mund sind meist bezeichnend negroid, die Augen aber ver- raten einen starken Einschlag mittelländischer Elemente. Die Mädchen aus dem französischen Sudangebiet sind auch für unsere Begriffe nicht gerade un- schön, die Mädchen aus Togo ebenfalls nicht, und bei den Aschantifrauen Abb. Der Norden Afrikas, als bereits dem arabischen Kul- turkreis angehörig, scheidet aus unserer Betrachtung aus, wir geben lediglich das Bild einer Abessinierin im Matronenalter Abb.

Nordostafrika zeigt vielfach un- schöne Körper. Es macht sich schon leise jener Mangel weiblicher Charakte- ristika in vielen Beziehungen bemerkbar; die Brust ist flach, oft sehr hoch- sitzend, und die Beine zeigen schon jene Momente, deren Höhepunkt wir bei Westafrika erwähnten.

Von ganz besonderem Interesse sind die nach Inner- afrika zu ab und zu siedelnden Zwergvölker Abb. Noch schlechter als in Afrika ist es mit der Schönheit der Frauen Amerikas bestellt. Hier tritt, abgesehen von einzelnen Stämmen, nur hin und wieder ein Weib auf, das wir als hübsch bezeichnen können, wenigstens in jungen Jahren. Dies gilt besonders für das zentrale Südamerika. Hier zeigen unsere Bilder 16 und 66 und besonders 1 10 ganz leidliche Erscheinungen, und von einer unter besonderen Schwierigkeiten gemachten Aufnahme Dr.

Wenden wir uns südwärts, so treffen wir zunächst auf Patagonier und Araukaner, deren Frauen einen ganz besonders männlichen Eindruck machen und so allgemeinen Schönheitsbegriffen ebenfalls sehr widersprechen. Dies gilt selbst für die Jugend- zeit der Weiber Abb. Koch-Grünberg besucht hat, haben recht unschöne Frauen, ebensowenig können wir die Indianerinnen der Republiken des südamerikanischen Westens schön finden Abb.

In Mittelamerika begegnen wir wieder besser gebauten Körpern. Wird beim Reifefest benutzt, da sie die Haare nicht berühren dürfen. Bemalung der Mädchen bei den ersten Reifezeremonien Pitta-Pitta. Federbemalung der Mädchen bei den Reifezeremonien der Yaromga Upper. Weiber von den Andamanen. Die Frauen der Eingeborenen Nordamerikas sind nicht besser, z.

Wie furchtbar erscheinen z. Erfreulicher kann man die Hopimädchen Abb. Auch unter den Prärieindianern stehen den sehr schönen Männern keine schönen Frauen gegenüber. Am meisten sind an ihnen ihre zierlichen Hände zu loben. Was wir von den Feuerländern gesagt haben, darf man z. Freilich ist gerade dort, wo wir hübschen Erscheinungen begegnen, auch die Mischung mit europäischen Elemen- ten am stärksten.

Ein entschlossener Seehundjäger führt das hübsche Mädchen mit milder Gewalt nach seinem Zelte. Mit Gewalt wollen sie genommen sein, und deshalb werden sie auch mit Gewalt genommen. Die vorher so gerade Haltung des Körpers wird gebeugt infolge der Gewohnheit, ein Kind auf dem Rücken zu tragen; die Rundung des Körpers verschwindet, derselbe wird welk und der Gang wackelig, das Haar fällt an den Schläfen aus, die Zähne werden durch das Kauen der Häute beim Gerben bis auf die Wurzel abgenutzt und die Sauberhaltung und Wartung des Körpers und der Kleidung versäumt.

Sie verlaufen wie die anderer Kinder in Spiel und Vorübung auf die künftige Tätigkeit. Die Mädchen werden dann allerdings sehr frühzeitig zur Arbeit angehalten. Die allmähliche Ausbildung der geschlechtlichen Merkmale gibt den Naturvölkern viel zu denken. Auch auf das Wachstum des Kindes selbst können wir hier nicht eingehen, da es für alle Menschen gleichartig sich vollzieht; auch bei Naturvölkern kann man in der ersten Kinderzeit von einer geschlechtlichen Neutralität sprechen; auch bei ihnen tritt etwa in der Zeit des ersten Zahnwechsels die getrennte Entwicklung in Augenschein, der hier wie bei uns eine Periode der ersten Streckung, d.

In der Zeit der beginnenden Diffe- renzierung wird dann dieses Wachstum wieder geringer zugunsten einer neuen körperlichen Fülle, die sich bei Mädchen besonders auf das Hinterteil und die Oberschenkel erstreckt.

Die geschlechtliche Reife übt jetzt besonders auf das Mädchen einen vollständigen Umschwung in jeder Hinsicht aus. Am augenfälligsten ist die Ausbildung der Brüste. Dann beginnt der Warzenhof beim Mädchen zu schwellen und sich halbkugelförmig zu erheben unter gleichzeitiger Entwicklung der Milchdrüse Stadium der Knospe Abb.

So bilden sich die Brusthügel heraus Stadium der Knospenbrust Abb. Sehr viele Naturvölker bleiben auf diesem Standpunkt stehen, besonders viele ozeanische und afrikanische Stämme 61 Das Weib bei den Naturvölkern Abb. So unterscheidet man denn, wie schon oben erwähnt, schalenförmige Abb. Auch die Ausbildung der Geschlechtsteile vollzieht sich jetzt. Die Lippen nehmen an Länge und Dicke zu, und am Mons veneris beginnt das Fettpolster immer stärker zu werden, wodurch er sich mehr und mehr wölbt.

In seiner Mittellinie tritt die erste Behaarung auf — mit Ausnahme der der Achselhöhlen die einzige, die am Weibe vorkommt. Ein Teil der Naturvölker nimmt allerdings, wie wir oben bereits erwähnt haben, diese Entwicklung nicht, da bei vielen die Genitalbehaarung so viel wie fehlt.

Über die Reihenfolge der einzelnen Entwicklungsstadien untereinander sind wir leider noch zu wenig unterrichtet; bei Naturvölkern so viel wie gar nicht, und selbst in unserer Umgebung sehr dürftig.

Sie ist einer der wichtigsten Abschnitte im Leben des Weibes. Die Blutung erscheint Naturvölkern wohl ursprünglich als unnatür- lich. So sagt Karl v. Steinen von den Bakairi: Man entfernte säuberlich das Schamhaar und legte einen Verband an oder eine Pelotte, das Uluri. Man sieht, es war nicht die Reinlichkeit, die das Verfahren eingab, sondern das ärztliche Bemühen, dem Blutverlust entgegenzuarbeiten.

Dieser Eintritt ist jedoch nicht überall gleichzeitig; kalte und warme Gegenden machen sich dabei sehr bemerkbar. Doch ist es noch eine offene Streitfrage, ob die Rassenunterschiede nicht noch mehr dabei mitsprechen, da gerade hier Untersuchungen über die Einflüsse der inneren Sekretion noch fast gänzlich fehlen. Auch die Beschäf- tigungsart geht nicht spurlos daran vorüber. Die Menstruation tritt ein bei: Da Naturvölker mit dem geschlechtlichen Verkehr häufig sehr frühzeitig be- ginnen, gewöhnlich stets vor dem Eintritt der Menstruation, so kommen die Wirkungen dieses Verkehrs auch für die frühere Reife in Betracht, die wieder ihrerseits für die Zeit der ersten Menstruation ausschlaggebend ist.

Absolut nachweisbar ist dies vor- läufig nicht, wenn auch einzelne Fälle darauf hinzudeuten scheinen. Gegen Ausbleiben oder zu starke Menstruation werden überall Mittel gebraucht.

Mehr oder minder sind diese Mittel, ent- sprechend der ganzen Medizin der Naturvölker, magischer Art. Handwörterbuch der Sexual- wissenschaft, Bonn , in folgendem mit Hdwtb.

So sagt Pli- nius: Kommen sie in diesem Zustand in die Nähe von Most, so wird er sauer, die Feldfrüchte werden durch ihre Be- rührung unfruchtbar, Propfreiser sterben ab, die Keime in den Gärten ver- dorren und die Früchte der Bäume, unter denen sie gesessen haben, fallen ab. Sogar die Ameise, dieses so kleine Tier, soll eine Empfindung davon haben; denn sie wirft die zusammengetragenen Körner, welche davon berührt sind, weg und sucht sie niemals wieder auf.

Die Urheberschaft der Menstruation schreiben daher die Naturvölker meist bösen Dämonen zu, die in Beziehung zum Blute stehen. Sehr häufig ist es der Mond — denn überall auf der Erde wird der Verlauf der Menstrualperioden mit dem Mondumlauf, die beide 28 Tage dauern, in Verbindung gebracht. Anstatt anderer Erzählungen sei daher nur eine von Seligmann aus Britisch- Neuguinea berichtete Erzählung wiedergegeben: Er pflegte den Frauen und Mädchen nach dem Garten zu folgen.

Lange Zeit nahm keine von ihm Notiz, bis er eines Tages zu schreien anfing, worauf eine verheiratete Frau ihn aufnahm und in ihren geflochtenen Korb setzte, der an einem Aste hing. Nach einer anderen Angabe war er selber hier hineingeklettert und hatte erst von hier aus zu schreien an- gefangen.

Da sagte ihm die Frau, er solle still sein, sie wolle für ihn Nahrung holen und sie kochen. Ihr Ehemann beschuldigte sie des Ehebruchs mit dem Jungen; sie leug- nete zwar, aber er hatte doch Verdacht und lauerte ihr auf, und in kurzer Zeit fand sich das Paar zusammen, worauf der Bursche in seinen Korb zurück- kletterte, der jetzt in dem Gartenhause hing, und hier wieder zu schreien begann.

Die Frau sagte, er solle still sein, sie wolle ihm zu essen geben und dann ins Dorf zurückkehren. Sein Blut spritzte zum Himmel auf und wurde hier zum Mond. Meist wird die 66 Das Weib bei den Naturvölkern Frau abgesondert oder doch wenigstens durch ein Zeichen als unrein kenntlich gemacht. Am häu- figsten begegnen wir aber der Absperrung in einen getrennten Raum oder in ein eigens für diesen Zweck bestimmtes Haus; oder gar, wie beispielsweise auf der Insel Serang, in den Wald.

Die einfache Absonderung finden wir meist auf den Südseeinseln, bei den Omahaindianern, wo sich die Frau während dieser Zeit ein eigenes Feuer anzündet; gewöhnlich müssen die Weiber dabei auch ihre besonderen Geschirre und Geräte benutzen, meist auch eine Art Diät einhalten. Der Gebrauch eigener Hütten, Menstruationshütten genannt, ist aber eigentlich noch verbreiteter. Bei den Hottentotten sowohl als bei den Kaffern baut sich das Weib diese Hütte sogar jedesmal selbst.

Von den Siusi im nordwestlidien Südamerika berichtet Koch-Grünberg: Jeder von den Freunden nimmt sich einige Büschel Haare, die er sorgfältig verwahrt.

Beim Eintritt der zweiten Menstruation 67 Das Weib bei den Naturvölkern singt der Vater früh vor Sonnenaufgang einen ähnlichen langen Gesang mit Aufzählung aller Tiernamen, wie es bei der Totenfeier gebräuchlich ist.

Zur Feier des Tages wird sie mit Carayuru-Farbe schön bemalt. Kaschiri mit Tanz darf natürlich auch bei dieser Gelegenheit nicht fehlen. Dazu gehören von allem Waschungen, die manchmal, so bei den Konde Ostafrika , durch die Tätigkeit einer Medizinfrau unterstützt werden. Am besten sind wir über diese Waschungen durch Vaughan Stevens bei den wilden Stämmen von Malakka unterrichtet. Dieses ist dann nicht mehr in der Lage, gesunde Kinder zu gebären.

Wir kommen später bei der Defloration auf die Wichtigkeit dieser Ansicht zurück. Die Samojedin schreitet über ein Feuer hinweg und räuchert sich an Dämpfen von Renntierhaaren oder Bibergeil. Zweifelsohne wird auf diese Weise als Nebenwirkung der starke Menstrualgeruch vertrieben, der wieder mit der 68 Das Weib bei den Naturvölkern Furcht, Ekel zu erregen, zusammenhängt, auf die wir beim Schamgefühl kom- men werden; der Hauptsache nach aber dient der Rauch, das Feuer usw.

So be- richtet Dobrizhofer in seiner wertvollen Geschichte der Abiponen Südamerika: Diese Zieraten kosten ihm nicht wenig Blut, aber noch weit mehr Seufzer.

Hier ist die ganze Trauerszene: Ihre Art zu malen ist sonderbar. Dörner sind ihre Pinsel und die mit dem Blut vermischte Asche ihre Farbe. Wie, das Kitzeln mit dem Dorne findest du so un- ausstehlich? Schäme dich, du weichliche Memme! Du bist wie Baumwolle. Wer von unserer Heldennation soll eine so unverschämt Furchtsame seiner 69 Das Weib bei den Naturvölkern Liebe würdigen? Wirst du dich aber still halten, so sollst du so schön werden wie die Schönheit selbst.

Alles, was sie essen darf, sind kleine Äpfelchen, die man Kakie, Roayami oder Nauaprahete nennt und an einigen Dornenhecken findet. Wiewohl diese Frucht sonst sehr fieberhaft ist, so trägt sie dennoch zur Er- frischung des Blutes nicht wenig bei. Alle Dorne scheinen etwas Vergiftetes zu enthalten; daher sdiwellen der jungen Indianerin, die damit gestochen wird, Augen, Wangen und Lippen schrecklich auf.

Ihr Anblick bewegt selbst ihren milden Vater zum Mitleid. Aber darum denkt doch niemand daran, diesen unmenschlichen Ge- brauch abzuschaffen: So viele Abiponerinnen, so viele verschiedene Ge- sichtszeichnungen. Die am meisten gezeichnet und gestochen ist, ist die Vor- nehmste und aus dem ansehnlichsten Geschlechte. Hingegen gehört die un- streitig zu den Gemeinen oder Gefangenen, welche nur mit drei oder vier schwarzen kleinen Linien bemerkt ist. Weiteres interessante Material gewinnen wir aus einem Berichte Büttikofers über die Negerinnen von Liberia.

Es gibt für Knaben und Mädchen je einen besonderen Zauberwald. Ich habe die Greegree-bush-Institution bei den Vey, Kosso, Godah, Pessy Queah und den westlichen Bassa angetroffen, habe aber keine Sicherheit, ob dieselbe auch unter den östlichen Stämmen besteht.

Wie gesagt, besteht ein ähnlicher Greegree-bush auch für die Mädchen. Derselbe wird bei den Vey ,sandy' genannt. Auch dieser Zauberwald ist eine Art von Pensionat, das auf einem dazu angewiesenen Platz im Walde, nahe bei der Stadt, errichtet ist. Die Erzieherinnen, bei den Libe- rianern greegree-women, devil-women genannt, sind alte Frauen, deren Ober- haupt gewöhnlich die älteste Frau des Häuptlings ist.

Diese Frauen kennt man stets an kleinen, tatauierten Kreuzchen hinten auf jeder Wade. In den Sandy treten die Mädchen im zehnten Jahre, manchmal schon früher, ein und bleiben dort bis zu ihrer Heiratsfähigkeit, oft auch noch länger.

Wie an die Soh-bah für die Knaben, so bezahlen die Eltern für ihre Mädchen eine gewisse Leistung in Naturalien an die Dämonsfrauen, um es ihren Kindern an nichts fehlen zu lassen. Auch die Mädchen gehen im Zauberwalde nackt und haben beim Ein- tritt, wie die Knaben, die V erbandstatauierung anzunehmen und sich einer Beschneidung zu unterziehen, die in der Entfernung der Spitze der Klitoris auf operativem Wege besteht.

Diese letztere wird darauf in ein Läppchen gebunden, getrocknet und dem Mädchen als Zeichen der Jungfräulichkeit? Das Betreten des Zauber- waldes der Frauen ist Männern und uneingeweihten weiblichen Personen streng untersagt.

Wie der Belly Knabenzauberwald , so ist auch der Sandy unter die Obhut der N'janas oder der Geister der Verstorbenen gestellt, und wer es wagt, denselben zu betreten, wird, wie man glaubt, durch die wachsamen N'janas sofort angegriffen und getötet.

Ältere Frauen dürfen, wenn sie die Abzeichen des greegree-bush tragen, ungehindert ihre Angehörigen besuchen, doch sind sie verpflichtet, beim Eintritt ihre Kleider abzulegen und zurückzulassen. In diesem Zauberwald lernen die Mädchen unter der Aufsicht ihrer Erzieherinnen Gesang, Spiel und Tanz sowie zahlreiche Gedichte, von denen einige, wie schon Dapper sich ausdrückt, ,manches enthalten, das nicht mit Ehren.

Zudem lernen die Mädchen kochen, allerlei häusliche Arbeiten verrichten, Netze stricken und dem Fischfang obliegen.

Die Zauberwaldmädchen werden von den Liberianern greegree-bush-girl, bei den Vey sandyding Zauberwaldkind , meist aber Bony Jungfrau im Sinne von Virgo genannt. Auch der sandy hat sein besonderes jährliches Antrittsfest. An diesem Feste tragen die Soh und Soh-bah hölzerne Masken.

Diese sind mehr oder weniger kunstreich aus einem Stück Wollbaumholz geschnitzte Mas- ken, von unten genügend ausgehölt, um den ganzen Kopf hineinzustecken. Die Masken der Soh-bah stellen Mannsgesichter, die der Soh Frauengesichter vor, bei welchen die eigentümlichen Haarfrisuren mit vieler Sorgfalt nachgeahmt sind. Der untere Rand der Maske hat eine starke Einkerbung, um welche ein Blättermantel befestigt werden kann.

Von dem in Nieder-Guinea sehr beliebten Federschmuck findet sich in demselben keine Spur. Die weiblichen Dämonen pflegen unter ihrem Blättermantel oft europäische Mannskleider, Strümpfe, Schuhe oder Pantoffel zu tragen.

Sie werden, sobald sie sich in der Öffentlichkeit zeigen, von einigen Frauen begleitet, welche Matten bei sich tragen, um bei einem etwaigen Toilettenunglück die Soh vor neugierigen Blicken zu schützen. Schon aus diesen zusammenhängenden Darstellungen können wir ohne weiteres die Hauptmomente der Reifezeremonien erkennen: Betrachten wir die einzelnen Stufen genauer.

Zunächst fallen uns Tatauierungen, Schmucknarben, Schmuckdurchbohrungen und Zahnbehandlung auf; wir werden sie im nächsten Abschnitt gesondert be- sprechen, da sie nicht immer an die Reifezeit allein gebunden sind.

Diese Haarzeremonien wiederholen sich nämlich bei vielen Völkern als Hochzeitsriten; wir werden also mehrmals Gelegenheit haben, darauf zurückzukommen. Weit wichtiger sind aber jene Riten, die sich auf die Sexualorgane beziehen. Zunächst die Erweiterung der Vagina. Wir haben oben von der Gefährlichkeit des Menstruationsblutes gesprochen; auch das Deflorations- blut gilt in gleicher Weise als schädlich.

Das bekannte jus primae noctis wurzelt sehr in dieser Idee. Ähnliche Berichte haben wir von südamerikanischen Indianern Machacuras, Paraguay. Die künstliche Defloration wird mit allerlei Geräten vollzogen; so verwenden die Nordaustralier, wie uns Miklucho-Maclay berichtet, ein Stöckelchen, die Be- wohner von Neusüdwales einen Feuerstemsphtter bogenan usw. Man erwartete dadurch Übertragung von Fruchtbarkeit. Im Peitschen liegt an sich auch ein physiologisches Erotikum, das durch eine vasomotorische Reizung Blut in die Gegend der Geschlechtsteile zieht vgl.

In diesem Bilde ist der alte Gebrauch auf faunische Gestalten übertragen, während ursprünglich wohl nur der Zauberer unter faunischer Maske erschien. Er ist auf alle Fälle sehr alt. Die Priester wurden insonderheit an der Malabarküste gebeten; der Häuptling resp. König nimmt die Zeremonie bei den Ballanten Senegalgebiet , bei den alten Caraiben Südamerikas, bei den alten Bewohnern von Teneriffa usw. Bei den Nairi von Malabar wird ein Stammesangehöriger gebeten, dem mannbaren Mädchen vier Nächte lang beizuwohnen; er erhält dafür Geschenke und hängt dem Mädchen als Zeichen der Geschlechtsreife ein Tali um den Hals.

Manchmal wird dies schon vor der Mannbarkeit an 3 — 11 jährigen Mädchen vollzogen. An der Loangoküste wird ein Sklave dazu gedungen. Auf diese Sitte kommen wir noch zurück. Recht häufig aber wird das Mädchen Fremden überlassen. So erzählt Cebral Anf. Sie wären sehr sinnlich und bäten die Männer, ihnen die Jungfrauschaft zu nehmen, da sie in jungfräu- lichem Zustand keinen Gatten fänden. Ähnlich war es ijoj in Tenasserim von Ludw. Barthema beobachtet worden, dann von Mandelslo bei den Einge- borenen von Malakka.

Schmidt hervor, der das Cepas-kain-kadu-Fest der Alfuren von Ceram wie folgt schildert: Glückt ihr nach vielen vergeblichen Versuchen endlich das Kunststück, dann gibt es ein lautes Gejauchze von allen Seiten.

Von diesem Augenblick an ist sie denn auch frei und kann nach Lust und Laune handeln. An seine Stelle tritt eine neue Kleidung, die allerdings oft sehr primitiv ist, ja manchmal nur in einer be- sonderen Art der Bemalung und Anlegen von Schmuck besteht.

Die Australie- rinnen werden gewöhnlich vor der ersten Menstruation verheiratet. Tritt diese aber ein, dann werden sie fünf Tage lang abgesperrt und danach von der Mutter wieder dem Gatten zugeführt. Dabei haben sie einen Leibgürtel, eine Halskette aus Perlmuscheln, ein Kopfband, manchmal auch eine Perlmuschel-Brustplatte erhalten. Schnüre mit eingedrehten Federn vom grünen Bergpapagei sind ihnen um Arme, Handgelenke und Schultern gewunden.

Besonders charakteristisch ist das Anlegen der Bauchschnur bei südamerikanischen Völkern und ähnlicher primitiver Klei- dungsstücke, die wir im folgenden Abschnitt besprechen werden. Recht eigen- artig ist die Reifetracht der nordwestamerikanischen Nutkaindianerinnen; sie erhalten eine Zedernbastdecke als Kleidung und einen beutelartigen Schmuck aus Zedernbast, der heute mit Perlen verziert wird, ins Haar.

Sehr eigenartig sind aber die noch immer nicht völlig erklärten Gebräuche der Infibulation und der Beschneidung. Eine sehr 80 Das Weib bei den Naturvölkern typische Beschreibung der Beschneidung hat uns Dapper gegeben, die noch den Vorzug hat, aus älterer Zeit zu stammen. Sein Bericht bezieht sich auf die Veyneger von Liberia: Dieses hat seinen Uhrsprung in Gale genommen und ist itzund auch in Folgia und Quoja gebräuchlich. Die Soghwilly, welche als eine Priesterin ist, giebet der Versammlung Hühner zu essen; welche sie Hühner des Bundes, Sandy-Laten, nennen, weil sie dadurch verbunden werden alda zu bleiben.

Nach der beschneidung heilt die Priesterin die Wunden mit grünen Kreutern; welches zuweilen kaum in 10 oder 12 Tagen geschiehet. Gleichwohl bleiben sie alda drey oder vier Mohnden bey einander, und lernen unterdessen Tänze und Lieder von ihrem Sandy: Und in solchen Liedern ist sehr wenig, welches sie mit Ehren singen mögen; ob sie schon sonsten in ihren täglichen reden züchtig, ehrbar und schaamhaft seynd. So lange sie alda bey einander seynd, gehen sie gantz nacket: Die alten Beschnittenen dürfen zwar bey ihnen aus- und eingehen, so oft sie wollen: Auch über die Art der Ausführung sind wir gut unterrichtet.

Bei verschiedenen Völkern wird zuerst versucht, das Mädchen möglichst unempfindlich zu machen; dies geschieht bei den Masai durch vorherige Überschläge mit kaltem Wasser, bei peruanischen Indianerstämmen durch starke Berauschung des Mädchens mittels Tschitscha einem aus Maniokwurzeln bereite- ten Getränke.

Die Operation erstreckt sich auf verschiedene Teile; zumeist wird die Klitoris abgetragen, manchmal auch die kleinen Geschleclitslippen oder beides. Darauf wird die kleine Wunde mit Milch gewaschen, die zusammen mit dem vergossenen Blut in den Erdboden einsickert.

Ein blut- stillendes Mittel wird nicht angewendet. Bis zur vollständigen Heilung bleibt das Mädchen in der Hütte der Mutter. Darauf wird die Glans der Klitoris durch dieses Loch gezogen und mit einem Rasiermesser oder in manchen Fällen auch mit einem als Rasiermesser dienenden Stück Flaschenglas abgeschnitten. In ähnlicher Weise wird auf Celebes ein kleines Stückchen der Klitoris abgelöst, dann aber die Wunde sorgfältig behandelt.

Ein aufgelegtes Pflaster stillt die Blutung. Eine Woche bleiben die Operierten zu Hause; dann sieht man sie noch 3 bis 4 Wochen hindurch täglich mit Stöcken in der Hand zum Flusse gehen und dort ihre vorgeschriebenen Wasclmngen machen. Zuletzt wird der Verband abgenommen. Es handelte sich also ursprünglich um eine Art Zauber, bei dem das abgeschnittene Stückchen eine Rolle spielte, etwa um die die Fruchtbarkeit hindernden Dämonen zu bannen.

In manchen Fällen trägt das Mädchen das Segment eine Zeitlang bei sich. Damit würde man die Behandlungsweise ähnlich zu fassen haben, wie den Zauber mit der Nabelschnur, den wir später berühren, oder das Abschneiden von Fingergliedern s. Auf ein weiteres Moment kommen wir weiter unten. Die Beschneidung als Einleitung zum Geschleditsverkehr zeigt uns deutlich die von Spencer und Gillen berichtete Auf- fassung bei zentralaustralischen Stämmen.

Bei den nördlichen Aranda und II- pirra bespricht sich der dem etwa 14 bis 15 jährigen Mädchen zugewiesene Mann mit den Söhnen der Schwester seines Vaters unkulla. Der Ipmunna führt hier die Beschneidung mit einem Steinmesser aus und berührt dabei die Ge- schlechtslippen des Mädchens mit einer Churringa. Ein Beschneidungs- messer stellt Abb. Es spielen sich nun im Bundubusch Zeremonien ab, die ganz den oben geschilder- ten gleichen; so werden die Mädchen mit Ton beschmiert, beschnitten und ta- tauiert.

In irgendeiner Form scheint dieser letzte Punkt fast immer mit den Reifezeremonien verbunden zu sein. Bei den Basuto lernen sie beispielsweise Feuer an- blasen, in der Kälte des frühen Morgens baden usw.

Bei den Konde in Ostafrika werden sie über sexuelle Dinge unterrichtet und mit den Pflichten der Gattin bekannt gemacht. Wenn dies nicht gelingt, erhalten sie Schläge. Die Arme hängen am Körper herunter, das Auge ist niedergeschlagen oder schweift träumerisch umher.

Bewundernswert ist dabei die fabelhafte Gelenkigkeit, ,die Hüfte spielen zu lassen'. Die den Tanz be- gleitenden Gesänge beziehen sich sämtlich auf den Geschlechtsverkehr, unter- richten das Mädchen gleichzeitig aber auch in den Geheimbezeichnungen. Die Kette langer Penis , die alte Geschichte! Eine andere Probe ist folgende: Ein von der Mutter gestiftetes kleines Geschenk, eine Perlenschnur oder ein silbernes Kettchen, wird über dem Kopfe des auf dem Rücken liegenden, am Boden ausgestreckten Mädchens hingelegt.

Ärmere gestatten sich nur die siebentägige Feier, nehmen dann aber gerne, sechs bis zehn an der Zahl, als Wari Kumbi, an der Weihe einer Kiranja 85 Das Weib bei den Naturvölkern teil. Zugelassen werden ferner vielfach Wari kilili, längst mannbare Mädchen, bei denen seinerzeit aus irgendeinem Grunde die Weihe nicht stattfinden konnte, z.

Wanjamwesi-Mädchen, welche erst in späterem Alter an die Küste ge- kommen sind und sich entschlossen haben, dort zu bleiben. Diese beeilen sich dann, islamische Suaheli-Sitten anzunehmen, insbesondere bedürfen sie, um bei der männlichen Küstenbevölkerung Glück zu machen, unbedingt der geschätzten Kunst des Ku-tikitiza, d.

Dann erst sind sie aus "Wilden washenzi Damen bibi geworden. Die Abwehr der bösen Geister wird beson- ders durch zwei Mittel bezweckt, das gründliche Abwaschen der Blutung, aus der sie entstehen können, und durch Nacktgehen. Von den Wabondei in Ostafrika erzählt Baumann: Doch können sie während dieser Zeit manchmal nackt in das Dorf zurückkehren, um etwaige Verrichtungen zu besorgen. Während der Absperrung sind die Kandidaten im Totenreich.

Sie werden gleichsam wiedergeboren und erhalten neue Namen, 86 Abb. Frau vonden Admiralitäts inseln, ca. Mutter und Kind Nordafrikal Phot. Der Naturmensch konnte den wahren Zusammenhang auch gar nicht erkennen, denn er denkt nur auf ganz kurze Zeiträume. Dem primitiven Menschen fehlte eben auch jede Probe. Für Naturvölker gibt es nun aber keine Jungfrauschaft; in den meisten Fällen erwartet man dringend den Tag, an dem man ein Mädchen für den geschlechtlichen Verkehr bekommen oder eine Tochter um teueren Kaufpreis weggeben kann.

Aber sogar vor dieser Zeit der Heirat findet bereits geschlechtlicher Verkehr statt. Die Kinder haben darin schon freie Hand und beginnen mit Spielereien, die sehr bald in eine wirkliche Nachahmung des Koitus übergehen. Dies gilt sogar für Völker, bei denen mit Rücksicht auf Ahnenkult und Stammesechtheit eigentlich Keuschheit gefordert wird hier werden dann eben die Kinder getötet. Dagegen haben Naturvölker eher Proben für das Gegenteil. So werden, wie schon oben gezeigt wurde, sehr häufig Ehen vor der Geschlechtsreife gesdilossen; man übt Beischlaf aus, be- kommt aber keine Kinder; ebensowenig bei den geschlechtlichen Spielereien der Jugend.

Man hat also zunächst gar keinen Anhaltspunkt für den Zusammenhang, 95 Das Weib bei den Naturvölkern wohl aber für das Gegenteil. Hier wird die Beiwohnung zwar als unumgänglich notwendig für die Befruchtung erkannt, das Kind aber trotzdem aus der Natur gebradit, meist durch elbische Mittler Storch, Kranich, Ibis, Löffelreiher, Känguruh usw. Die letzte Phase dieser Periode beherrscht noch unser religiöses Denken von heute, bei der der ursprünglich materielle Kinderkeim zu einem spirituellen Wesen, der Kinderseele, geworden ist, die aus den Händen der Gottheit kommt und dem materiellen Wesen gleichsam eingeblasen wird.

Diese Entwicklungsweise ent- spricht vollständig der sonstigen Denkentwicklung des Menschen, die überall vom rein Materiellen zum Spirituellen fortschreitet. Betrachten wir noch kurz an einem Beispiel, wie der primitive Mensch sich den Befruchtungsvorgang vorstellte. Eine Reihe tüch- tiger Beobachter, so Roth, Spencer-Gillen, Wettengel und Strehlow haben dies- bezügliche Feststellungen betreffs einiger australischer Stämme gemacht, die der ursprünglichen Denkungsweise noch nahestehen.

Men- schen können zu Tieren und Pflanzen werden und umgekehrt. Von ihnen können sich dann emanationsartig die Kinderkeime ablösen, die entweder durch Zauber- oder durch eigene Macht- mittel in das Weib eingehen.

Durch allerlei Zauber- geräte, besonders durch das Schwirrholz, durch Stäbe, Puppen und ähnliches wird bei verschiedenen Völkern der Erde dieser Vorgang unterstützt. Besonders geschieht das aber bei den Reifezeremonien. Dies ist auch der Grund, weshalb Naturvölker sehr oft jene Kinder töten, die ein Mädchen vor Erledigung der Reifezeremonien geboren hat.

Man betrachtet sie nicht als Angehörige des Stam- mes, da sie nicht von dessen Ahnen herrühren, denn durch die Reifezeremonien wird erst die Befruchtung des Weibes durch die Stammesahnen eingeleitet. Sehr deutlich geht das aus einer brieflichen Notiz von Vortisch an Bartels hervor: Jetzt ist das Betreten jener Stätte den Negern verboten, und die Gebräuche, die Mannbarkeit zu erlangen, haben etwas andere, mildere Gestalt angenommen.

Die Dämonen bewohnen nun allerlei auffällige Dinge, seien es natürliche Gegen- stände oder Schöpfungen von Menschenhand, die man Fetische nennt. Der ganze Verkehr zwischen ihnen und dem primitiven Menschen beschränkt sich nun aber auf zwei Momente: Das Hingehen erfolgt sowohl im Traume als in der Ekstase.

Beide werden entweder künstlich herbei- geführt oder abgewartet. So blieben für alle Zeiten Beten und Fasten im Zusammenhang. Durch Gifte oder Alkoholika werden ähn- liche Zustände geschaffen, ebenso durch starke Blutentziehung. Sie gelten dem Absterben des alten Menschen Hdwtb. Ähnlich ist die Herbeizwingung des Dämons begründet.

Sie ge- schieht in erster Linie durch Opfer. Mit dieser Idee mag die Beschneidung in gewissem Zusammenhang stehen, da sie im Grunde genommen eine Blutent- ziehung darstellt, die an dem Geschlechtsteile geübt wird, weil man sie mit dem Wirken der Dämonen in Verbindung bringen will. Recht deutlich hat sich diese Anschauung in der Okipazeremonie der Mandanindianer erhalten.

Die Teilnehmer machten sich Einschnitte ins Fleisch, befestigten Pflöcke darin, die mit dem Pfahl verbunden wurden; dann tanzten sie so lange um ihn und betrachteten ihn unverwandt dabei, bis sie ohn- mächtig zusammenbrachen.

Damit war der Zustand erreicht, in dem die Gott- heit mit ihnen in Verbindung trat. Marcuse, Handwörterbuch der Sexualwissen- schaft, Bonn Für die Blutentziehung haben wir bereits genügend Beispiele. Meist geht sie Hand in Hand mit dem Fasten. Sie empfängt von jedem Familienmitgliede und Freunde mehrere Hiebe mit schmiegsamen Ranken über den ganzen nackten Leib.

Hierbei sind Ohnmächten nicht selten, bisweilen erfolgt selbst der Tod. Diese Operation wird in sechsstündigen Zwischenpausen viermal wiederholt, während sich die Angehörigen dem reichlichen Genüsse von Speisen und Getränken überlassen; die zu Prüfende aber darf nur an den in die Schüsseln getauchten Züchtigungsinstrumenten lecken.

Dieser Grund mag mitwirken, ausschlaggebend war er aber keinesfalls. Auch dem Tanz kommt sicherlich eine doppelte Grundbedeutung zu. Einerseits verursacht er ekstatische Zustände, andererseits stellt er einen Fruchtbarkeitszauber dar, wie das besonders bei den Buschleuten deutlich ist.

Dabei haben sie das hintere Schurzfell hochgehoben. Auf dem Kopf hat er ein paar Hörner nebst einem Stück Fell befestigt. Vermutlich sollen eigent- lich Elandhörner genommen werden, unser Buschmann hatte sich aber ein paar geschnitzte, fingerlange, mit Holzkohle geschwärzte Holzhörner nebst einem Stück Ziegenfell vor die Stirn gebunden. Der Bulle naht sich, läuft mehrmals um die Kühe herum, die ruhig weiterstampfen und koket- tieren. Plötzlich springt er in die Reihe hinter eine Frau und zieht mit.

So geht der Zug eine Zeitlang auf und ab. Auch die Mittlertiere werden manchmal hereingezogen. Die Suaheliweiber tragen nach Veiten die Mädchen nachts auf dem Rücken zu einem Muyombobaum, unter dem dann der Tanz stattfindet. Bei den Ovambo werden die Mädchen ebenfalls zum Tanz um einen Baum geführt usw. Boas erzählt uns von den Nutkaindianern in Nord- westamerika: Hierbei müssen sie sich im Kreise bewegen, wobei sie die linke Hand im Innern des Kreises haben müssen.

Er darf niemals öffentlich gezeigt werden. Nichts als eine höher entwickelte Stufe ist es, wenn an Stelle des einfachen Steinfetischs eine Figur aus Ton oder eine Puppe oder ähnliches ver- wendet wird.

Solche Figürchen werden auch ge- braucht, wenn Weiber in der Ehe unfruchtbar sind also im wesentlichen dieselbe Sache. Zwei Kauris bilden die Augen, auf dem Kopf sind einige Hühner- federn eingesetzt. Mehrere Baumwollenlappen stecken zwischen der Korbwand und dem unteren Teile der Figur vgl. Tritt bei den Reifezeremonien ein Zauberer auf, so erscheint er gewöhnlich in einer Tiermaske.

Sie nehmen das Mädchen in die Mitte; rechts und links von ihnen stellen sich zwei alte Weiber. Noch deutlicher berichtet Boas von den nordwestamerikanischen Nutka- indianern.

Trotz dieser höchst umständlichen Zeremonien sind die Mädchen sehr stolz und fühlen sich zu diesen Zeiten recht wohl. So teilen die Masai nach Merker ein: Abessinierin im Matronenalter sog. Quiai Mädchen ; 2. Sie betrifft einige wenige Stämme Zentralaustraliens. Purcell berichtet darüber folgendes: Die Schnur wird dann in den Hals der Gebärmutter geschoben; hier wird sie einige Tage gelassen und dann zerren die alten Männer einen Teil der Gebärmutter, welche sie eröffnet haben, heraus.

Nach drei Wochen führen sie ein kleines Steinmesser ein und inzidieren den Mutterhals horizontal und vertikal. Daunen von der Ente oder vom Adler werden hineingebracht, um die Gebärmutter offen zu halten.

Wenn sie geheilt ist, so schneiden sie die Vagina gegen den After hin ein. Das geschieht, um die ,Mika' den aufgeschlitzten Penis der Männer zu- zulassen. Danach tritt diese Zeit des Aufhörens der Menstruation ein bei den: Marcuse, Handwörterbuch der Sexualwissenschaft, Bonn Wie in der Jugendzeit eine gewisse Neutralität zwischen dem männlichen und weiblichen Körper bestand, so auch im Greisenalter.

Das alte Weib dagegen verliert diesen Zauber und nimmt männliche Züge an. Das speziell weibliche Unterhautfettgewebe wird aufgezehrt, während die darüber- liegende Haut nur wenig zurückgeht. Die Folge davon sind die Runzeln. Die Brüste werden hängend oder verschwinden ganz. Dagegen besteht Neigung zur Bartbildung, und die Stimme wird tiefer über den innersekretorischen An- teil siehe oben. Das Interesse der Naturvölker an den alten Weibern ist daher sehr gering, zumal sie auch für die Arbeit nicht mehr zu gebrauchen sind.

Höch- stens der Aberglaube einerseits oder die Unterweisung der jungen Mädchen andererseits sichern ihnen nicht viel mehr als ein Gnadenbrot. Wird dagegen die Nahrung knapp, so gibt es viele Stämme, die sich der alten Weiber zuerst ent- ledigen. So berichtet Darwin von den Feuerländern: Als der Knabe von Mr.

Low gefragt wurde, warum sie dies täten, antwortete er: Tataulernadel der Bahuba Kongostaat. Tatauierungsmuster Grashalm, an dem Fliegen isiben. Rufe- tatauierung der Zentral-Eshimo Schenkel und Hände. Einzelne Gebiete der Körperplastik haben wir bei Gelegenheit der Schilderung der Reifezeremonien bereits behandelt, andere haben wir wenigstens gestreift; wir können uns hier also ziemlich kurz fassen.

In sehr übersichtlicher Weise stellt Stoll die Arten der Körperverzierung zusammen; er teilt ein: Verfahren, welche die allgemeine Hautdecke zum Gegenstand haben: Verfahren, welche bestimmte Epidermoidalgewebe betreffen: Zu diesen von Stoll so treffend eingeteilten Verfahren der Körperverzierung tritt noch die eigentliche Körperplastik, bei der Körperteile einer Umformung unterzogen werden.

Ich möchte sie dementsprechend gliedern: Kopfplastik und Schädeldeformation, 2. Amputation von Gliedern; b Körperplastik, die nur auf muskulöse Teile wirkt: Schon aus diesem Überblick sieht man, welch ungeheures Gebiet wir hier zu durchwandern haben.

Zunächst die Tatauierung vgl. Sie ist beiden Geschlechtern gemeinsam, obwohl die Tatauierung der Frauen von der der Männer grundverschieden ist. Sicherlich ist auch ein Zweck der Trieb zur Verschönerung.

Dabei sprechen aber soziale Momente, Stammesabzeichen, totemistische Ideen und ähnliches mit. Die ursprünglichste Ursache ist wohl die Blutentziehung Ritzen mit Dornen usw. Die form- vollendetste Tatauierung finden wir in Ozeanien Abb.

Besonders Neusee- land zeigt eine eigenartige Tatauierung des Gesichtes: Bei der Ausführung singen dann die Gespielinnen des Mädchens: Leg' dich hin, meine Tochter, zu zeich- nen dich, Zu tatauieren dein Kinn! Bei anderen Stämmen gibt sie ledig- lich das Stammesabzeichen wieder, wie es Ehrenreich von den Karayä berichtet; sie beschränkt sich hier auf ein kleines blaues Ringchen.

Die Haidaindiane- rinnen Nordwestamerika tragen Tatauierungen, an denen man ihren Rang und ihre Familie erkennt. Ganz eigenartig ist die Tatauierung auf den Pelau- Inseln. Deine Schönheit ist gepaart mit Lieb- reiz! Dann aber — berichtet Kubarry — sind die Frauen der Reichen mit dem vorgerückten Alter ihrer Stellung schuldig, die komplette Frauentatauierung zu erwerben, welcher volle Schmuck jedoch im Prinzip von der Erfüllung verschiedener sozialer Pflichten abhängt.

Hier ist bereits die Tatauierung zur Zeit der Geschlechtsreife er- wähnt; wir haben oben schon ihre Ausführung besprochen. Sie ist die häufigste von allen.

Die Herstellung ist eine verschiedene vgl. In der eben erwähnten oben gegebenen Beschreibung dient ein einfacher Dorn zum Ein- stechen der Ornamente. Die noch blutenden Stellen werden dann mit Holz- kohlenpulver eingerieben, das mit einheilt und durch die Oberhaut dunkelblau durchschimmert. In der Südsee werden hakenförmige Instrumente verwendet Zeichn. Diese werden mit Farbstoff bestrichen, auf die Haut aufgesetzt und durch einen leichten Schlag eingetrieben Abb.

Bei anderen Völkern benutzt man mehrere zusammengebundene Nadeln. Originell ist die Tatauierung der Ainufrauen, der Formosanerinnen, der Aleutenweiber usw. Ähnliche Formen sind auch auf Formosa üb- lich Abb. Sie punktierten sich das Kinn, den Hals und die Arme, und rieben dann den mit Urin angerührten Kohlenstaub in die Punktierung ein. Sehr auffallend seien aber häufig gewisse Das Weib bei den Naturvölkern Extreme.

Ähnlich der Tatauierung sind die Schmucknarben; auch sie werden mehrfach bei Gelegenheit der Reifezeremonie hervorgerufen. Das klassische Gebiet dafür ist Australien und Afrika vgl.

Eine andere Veranlassung zur Her- vorrufung solcher oft ganze Wülste darstellender Narben ist die Trauer. Dief- fenbach berichtet über die Frauen Neuseelands: Von indianischen Stämmen haben wir ganz ähnliche Schilderungen. Besonders reich ist Afrika daran; unsere Abb. Johnston, dem wir diese Notiz verdanken, fährt dann fort: Bevor ein verheiratater Kavirondo in den Krieg zieht oder eine gefahrdrohende Reise unternimmt, pflegt er auch wohl am Leibe seiner Frau ein paar Extraeinschnitte als.

Ganz abgesehen von der Haartracht, auf die wir in folgenden Zeilen kurz zu sprechen kommen werden, haben wir eine ganze Reihe von Haarvertilgungen oder Zustutzungen. Dies gilt sowohl für die Kopfhaare als die Behaarung des übrigen Körpers, bei der Naturvölker im allgemeinen das Bestreben haben, sie zu entfernen. Auch Färbe- mittel sprechen allenthalben mit. Eine gewisse Feierlichkeit ist die sogenannte erste Haarschur, die bei vielen Völ- kern festlich begangen wird.

Bei manchen Völkern, so bei den Crow- in dianern, sind die Frauen gezwungen, ihr Haar kurz zu schneiden, während es die Männer möglichst lang tragen. Mit der Totentrauer ist bei vielen Völkern der Erde Haarschur verbunden. So wurde bei den Abiponen der Witwe das Haar vollständig abgeschnitten und über den Kahlkopf eine schwarze Kapuze gezogen, die sie erst ablegen durfte, wenn sie sich neuerdings verheiratete.

Die Genitalhaare werden bei vielen Völkern durch Epilation entfernt. Die Mittel dazu sind verschiedene. Mit Pinzetten werden auch in Nordostafrika die Augenwimpern ausgerissen vgl. Die Fingernägel werden bei verschiedenen Völkern als Zeichen der Vornehm- heit lang wachsen gelassen Abb.

Auch das Färben der Nägel ist sehr verbreitet. Schon bei den Reifezeremonien haben wir flüchtig der Zähne gedacht. In gleicher Weise wird der zweite Zahn entfernt und dann feuchter Ton auf die Wunde gedrückt, um die Blutung zu stillen.

Wo die Zähne nicht ganz ausgeschlagen werden, werden sie oft eigenartig zugefeilt. Brooke Low berichtet ähnliches von den Rejang Dajak: Der Schmelz wird mit einem rauhen Stein weggekratzt und die Zähne mit Blättern eingerieben, die sie schwarz färben. Die unteren Schneidezähne werden auf die Hälfte ihrer natür- lichen Höhe niedergefeilt und in derselben Weise geschwärzt; dagegen weder spitz zugefeilt noch mit Metall plombiert.

Es ist Sitte, sich in der erwähn- ten Weise zu verstümmeln, sobald das Pubertätsalter erreicht ist. Junge Männer tun es, wenn sie anfangen, den Mädchen gefallen zu wollen. Auch der Gebrauch des Schwärzens der Zähne ist weit verbreitet. Dies genügt, um die Zähne für Lebenszeit schwarz zu beizen. Freilich wird in sehr vielen Fällen tatsächlich das Schönheitsempfinden die Ursache sein. Dies führt uns auf die Verwendung von Farben überhaupt, denn bei vielen Naturvölkern ist es beliebt, sowohl den ganzen Körper als seine Teile zu be- malen oder doch in bestimmter Weise zu färben.

Ab und zu mag dort, wo irgendwie die Um- stände günstig sind, auch der Naturmensch dem Spiel trieb folgen; in den meisten Fällen haben aber seine Zeichnungen, seine Malereien usw. Bei der Körperbemalung dürfen wir das wohl in allen Fällen an- nehmen, wenn es auch die früheren Zeiten nicht erkannt haben.

Noch Kolumbus sagte von den von ihm entdeckten Bewohnern der Insel Guanahani: Kurz vor dieser Zeit wird die Erweiterung der Ge- schlechtsteile durch Aufschlitzen eines Teiles des Perinäums vorgenommen. Eine Menge von Bemalungsarten der nordamerikanischen Indianer werden uns ge- schildert, aber nur wenige können wir erklären. Heute können die Stämme nur in den seltensten Fällen wertvolle Aufschlüsse geben. Einen ganz bestimmten Zweck hatte das stets.

Die Mütter bemalen ihre Töchter bis gegen das Jahr, wo sie es dann selbst können müssen. Die Beobachtungen von Mc. Die Seri teilen sich in drei totemistische Gruppen, den Schild- kröten-, Pelikan- und Klapperschlangen-Clan, und durch die Bemalung unter- scheiden sich die Frauen als Zugehörige der einzelnen Gruppen. Sehr genau hat uns Merker die Bemalung der Massai geschildert: Dabei haben die Frauen noch eine besonders interessante Art. Sie nehmen den mit Blut vermischten Saft einer Plumbayoart, der die Oberhaut stark ätzt, und malen damit zwei konzentrische Ringe auf beide Backen.

Einen besonders tiefen Einblick in die Frauen- bemalung geben uns, wie Spencer und Gillen berichten, die Zentralaustralier. Ein weiterer Zweck ist auch die Kühlung der Haut. Des Haar-, Nagel- und Zahnfärbens haben wir bereits gedacht. Gehen wir zur Körperplastik über, so haben wir bei der Schädeldeformation nur kurz zu ver- weilen, da sie in keiner Weise speziell an die Frau gebunden, sondern dort, wo sie auftritt, meist beiden Geschlechtern gemeinsam ist. Bei einigen Stämmen, wie den Tschokta, werden nur die Schädel der Knaben deformiert.

Hier wissen wir gar nicht über den ursprünglichen Grund dieser eigenartigen Sitte, die wir in Amerika, Ozeanien, Teilen von Indonesien und in Europa besonders in Frankreich beobachten. Ob aber die Furcht vor dem Vorsinken des Kopfes die ursprüngliche Ursache für die Herstellung solcher Kindertragen war, erscheint mir doch zweifelhaft.

Wichtiger wird für uns wieder die sonderbare Gepflogenheit, Körperteile zu amputieren. Dazu wird in erster Linie der kleine Finger ausgewählt s. Wir finden als Ursache meist die Trauer um einen Verstorbenen; bei den Kutschinindianern hofft man Schwerkranke zu heilen, wenn man ihrer Tochter oder Schwester den kleinen Finger an der rechten Hand amputiert.

Besonders charakteristisch ist aber die Beobachtung Kolbs bei den Hottentotten. Findet sich nun ein Frey er, oder hat sich vorhero schon einer angegeben: Früher mag sie auch anderweitig vor- gekommen sein. Die fetten Frauen scheinen bei dem Wahima eine Art Familienerbstück zu sein, auf welches man sich viel einbildet. Rumanika hatte welche und Kabrega zeigte mir vier, die buchstäblich wie Bierfässer aussahen. Einmal in der Woche bekamen sie gesalzene Fleischbrühe und an diesem Tage etwas mehr Milch; Wasser niemals.

Es kommen übrigens überall bei Negern von Natur aus unglaublich fette Frauen vor. Im Jahre erhielt ich vom Gouverneur von Chartum den Auftrag, die in Makraka — sechs Tage westlich von Lado — zurückgebliebene Frau eines Chartumers nach dem nächsten Dampfer dorthin zu senden. Ihr klassisches Land waren die westindischen Inseln mit ihrer Caraibenbevölkerung.

Den Mädchen wurde bereits in früher Jugend eine Art Halbstrumpf über den Unterschenkel gezogen, der vom Knöchel bis zur Wade eine kräftige Kom- pression ausübte. Oberhalb der Wade lag zwischen ihr und dem Kniegelenk eine andere Binde, an deren oberem Rande ein runder, mehr als tellerbreiter Kragen aus Binsen oder Baumwolle und am unteren Rand ein ähnlicher, nur kleinerer Kragen angebracht war.

So quoll die Wade dick zwischen den beiden Bandagierungen hervor und die Caraibinnen hielten dies für besonders schön; Abb. Siusimädchen vom Rio Aiary nordwestliches Brasilien.

Noch heute finden wir eine ähnliche Wadenplastik in Guyana. Verschiedentlich zeigt sich auch eine Art von Armplastik, wenn hier auch wohl unbeabsichtigt zu enge Binden und Ringe teilweise die Ursache sein mögen Abb. Riedel berichtet über die Bewohnerinnen von Amboa: Kleinen Brüsten geben die Frauen den Vorzug.

Bowditch sagt von den Aschanti: Die absichtliche Wegnahme der Brustwarzen wird uns verschiedentlich berichtet, Das Weib bei den Naturvölkern 6 Das Weib bei den Naturvölkern so von den Australiern. Man will den Mädchen auf diese Weise das Säugen unmöglich machen. Umgekehrt ist die Sache dagegen bei den Zentralaustraliern, von denen uns wieder Spencer und Gillen erzählen: Brüder der Mutter des Mädchens sind, mitgebracht worden sind, sowie auch Kopf- und Armbänder aus Fellschnüren durch Zauber zu weihen.

Diese Männer gehören zu der anderen Stammhälfte und nicht zu derjenigen des Mädchens; wenn sie z. Bei Tagesanbruch geht einer von ihnen hinaus und ruft das Mädchen an einen dem Ungunja nahegelegenen Ort, wohin sie dann in Begleitung ihrer Mutter kommt. Hier wird ihr nun der ganze Körper von den Gammona- Männern mit dem Fett eingerieben, die ihr dann auch mit dem roten Ocker eine Reihe gerader Streifen über den Rücken herab und auch über die Mitte der Brust und des Bauches malen.

Um jede Brustwarze wird ein weiter Kreis angelegt und unterhalb von jedem dieser Kreise gerade Linien gemalt. All diese Gegen- stände sind von den Gammona mittels Zaubergesängen geweiht worden.

Dann, aber nicht vorher, darf es ins Hauptlager zurückkehren. Das Mädchen trägt die geweihten Hals- und Kopfbänder, bis sie nach und nach abgenutzt werden und abfallen.

Oben haben wir von der Beschneidung der Klitoris und der Geschlechtslippen bereits gesprochen. Von den Hotten- tottinnen haben wir oben bereits die natürliche Verlängerung der Geschlechts- lippen zur sogenannten Hottentottensdoiirze erwähnt; in Wahia am Nyassasee verlängern die Weiber den Kitzler künstlich bis auf Fingerlänge.

Ähnliches zeigt auch eine Steinfigur aus dem Bismarckarchipel Abb. Auch in Amerika bei verschiedenen Indianerstämmen sowie in Ozeanien ist die künstliche Ver- längerung bezeugt.

Von den Mädchen von Ponape, einer der Karolineninseln, berichtet beispielsweise Finsch: Zu diesem Berufe werden impotente Greise angestellt, welche durch Ziehen und Zupfen bei Mädchen, noch wenn dieselben kleine Kinder sind, diesen Schmuck künstlich hervorzubringen bemüht sind und damit zu gewissen Zeiten bis zur heran- nahenden Pubertät fortfahren. Merensky über künst- liche Verlängerung der Labia minora bei den Basutos usw. Nehmen wir ruhig einen Teil dieses Berichtes auf Kosten der Phantasie des Herrn Mis- sionars, so dürfte doch sicher bleiben, das bei all den Stämmen, die solche ver- längerte Geschlechtslippen haben, künstliche Eingriffe eine Rolle spielen.

Diese sind aber sicherlich nicht die Ursache überhaupt. Die kleinen Schamlippen liegen daher frei fötale Bildung. Vom flachen Venusberg mons veneris geht ein 26 mm langer Wulst ab, der Kitzler Klitoris. Die von der Kitzlervorhaut präputium clitoridis ausgehenden kleinen Schamlippen haben eine Höhe von 3,85 cm und eine Länge von 6 cm.

Beide Nymphen in der Mitte aneinander- gelegt, bilden einen nasenähnlichen Vorsprung. Es tobt seit langer Zeit ein Streit über den Ursprung der Kleidung. Er wäre an sich so einfach zu erklären, wenn man nur wollte. Man will aber nicht sehen, denn man will vor allem das Schamgefühl als eine primäre Eigenschaft des Menschen retten, da die christliche Moral seiner als hauptsächlichster Grund- lage bedarf.

Das ist die landläufige Auffassung. Schauspieler, berühmte Anwälte, "Leute vom Senat". Es war, zu Uhlmanns Anfängen in den Siebzigern, eine Zeit, in der Pornografie und Prostitution noch schwer zugänglich waren und nicht, wie heute, Teil einer sogenannten Alltagskultur, in der das Elend der meisten Beteiligten häufig schöngeredet wird. Solches Elend gab es in den Zeiten des Bel Ami auch, ganz gewiss; aber in der prüderen alten Bundesrepublik mussten sich die Betreiber noch Mühe geben, eine Illusion aufrechtzuerhalten - für ihre Besucher, aber auch aus Sorge vor der Polizei.

Seit dem gut gemeinten Versuch der rot-grünen Bundesregierung , das Schicksal der Prostituierten zu verbessern und die Frauen aus der Illegalität zu holen, hat sich in der Bundesrepublik ein Sexmarkt ausgebreitet, der schaudern macht - inklusive Flatrate-Bordellen. Viele Frauen, die hier anschaffen gehen, bleiben dennoch Opfer; das Geschäft ist jetzt legal, und wenn sich der Staat dafür interessiert, dann ist es meist das Finanzamt. Was sie erzählt, ist zu Anfang die Geschichte einer anrüchigen Seite der wohlhabenden Bundesrepublik.

Er fährt Bentley, und damit "er noch was Offenes hat", berichtet die ehemalige Gattin, "hat er sich noch einen SL Mercedes gekauft".

Detlef Uhlmann wirkt naiv, angeberisch, selbstverliebt, aber auch witzig und nicht einmal unsympathisch. Doch es gibt nun viel Billigkonkurrenz - und es gibt das Internet.

Der "Edelclub" wirkt plötzlich, als stamme er aus dem Museum für die Geschichte der Bundesrepublik. Er wird dann wegen Steuerhinterziehung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Der Film konzentriert sich stark auf die Geschichte des Ehepaars, auf das Auseinanderdriften zweier Menschen, deren Liebe in diesem Milieu scheitern musste.

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Freilich bedarf sie dazu erst der Abkehr von der messend-statistischen Methode und des Anschlusses an eine morphologisch arbeitende Methode, d. Auch diese wäre bei Anwendung einer messend- statistischen Methode auf ein totes Geleise geraten. Von diesem im Bereiche der Das Weib bei den Naturvölkern 1 11 Das Weib bei den Naturvölkern Naturwissenschaften liegenden Teil kann dann die Brücke geschlagen werden zur kulturell-völkerkundlichen Betrachtung der Menschheit.

Eine ganze Reihe anderer neuerer Wissenschaften, die sich selbständig gemacht haben, strecken dabei der Anthropologie bereits die helfenden Hände entgegen.

Dazu gehört die der modernsten Zeit angehörige Sexualwissenschaft, die von biologischen und physio- logischen Momenten ausgehend, den Werdegang des Menschen in seiner ge- schlechtsspezifischen Eigenart festzustellen sucht, also im Mittelpunkt echt anthro- pologischen Denkens steht.

Schon längst vor ihrem offiziellen Auftreten hat eine Reihe von Forschern ihre Wege betreten und war so bahnbrechend geworden. In gleicher Weise legte er den Grund zur Betrachtung des Kindes. Bedeutet das Weib immer nur einen interessanten Aus- schnitt aus der Kulturgeschichte, so wäre eine Monographie des Mannes nahezu die Kulturgeschichte selbst, denn nur in den ersten Phasen kultureller Entwick- lung läuft männliche und weibliche Kultur mehr oder minder gleichartig neben- einander.

Bei einem gesunden Volke wird immer eine scharfe Mauer zwischen den beiden Kulturwelten stehen; je geringer diese ist, desto stärker sind auch Degenerationserscheinungen an beiden Geschlechtern zu be- merken. Denn eines ist sicher, so sehr blinde und fanatische Kreise die Beschränkung der Kinderzahl heute noch bekämpfen: Und von dieser Zukunft trennen nur noch wenige Jahrzehnte.

Wo es von dieser Bahn abweicht, wo es den Mann nachäfft, da sinkt es von seiner Würde und seiner Bedeutung herab und erfüllt seine Mission nicht mehr. Unsere Arbeit zerlegt sich also von selbst in zwei Teile: Die Erkenntnis dieser kommenden Notwendigkeiten zieht an sich die Grenzen für eine Anthropologie, die nach Geschlechtern getrennt ist, sie wird über kurz oder lang auch von selbst den Boden ebnen, aus dem eine brauchbare Monographie des Mannes erwächst, die gerade umgekehrt zur Mono- graphie des Weibes in ihrem ersten Teile monotoner, in ihrem zweiten dagegen um so belebter sein wird.

Den Wert dieser Betrachtungen vom sexualwissen- schaftlichen Standpunkt aus hat die moderne Sexualwissenschaft bereits erkannt. Dies gilt be- sonders vom Weibe. Um seine mütterliche Funktion richtig zu fassen, ist die Kenntnis des sexuellen Lebens unbedingt erforderlich, und dazu ist seinerseits eine genaue Betrachtung seiner anatomischen und physiologischen Eigenschaften nötig. Aus seiner Würde als Mutter resultiert aber das Weib als Hausfrau von selbst.

So gewinnt für den unbefangenen Betrachter die sexuelle Seite des Weibes eine besondere Wichtigkeit, und es darf also hier der Ausspruch: Naturalia non sunt turpia' " Koch-Grünberg nicht vergessen werden. Herzlicher Dank sei hier auch allen jenen Instituten ausgesprochen, die in liebens- würdigster Weise das Bildmaterial des Werkes unterstützten; so besonders den Museen für Völkerkunde Berlin und Dresden, dann unserem nun leider als Opfer des Weltkrieges verstorbenen Dr.

Neubaus, als früherem Verwalter der Bilder-! Walter Krickeberg, der mehrmals die Liebenswürdigkeit hatte, für mich Bildermaterial im Berliner Museum für Völkerkunde nachzuprüfen. Ferdinand Freiherr von Reitzenstein. Weib und Jagd füllten offenbar den Ideenkreis des primitivsten Menschen, und meist dem Weibe zuliebe legte er den ersten Schmuck an, bestehend in kleinen Muscheln, Schneckenhäusern, Tierzähnen und wahrscheinlich auch bunten Federchen und Fellstückchen.

Er hat sich mit fremden Federn geschmückt, weil ihm die Natur ein bestimmtes Hochzeitskleid versagt hat, das sie oft mit vollen Händen so vielen Tieren zugeteilt hat.

Sie ist bescheiden be- dacht worden. Wie prunkvoll entfaltet dagegen der stolze Pfau sein flimmern- des Rad, der Paradiesvogel seine bauschige Federbrust, der Tragopan seinen blau und roten Kehlsack, der ihn fast als Vogel unkenntlich macht.

All das sind ständige oder zeitweise Werbemittel. Selbst der stumme Fisch, die flinke Eidechse und der träge Molch, sie alle ziehen ein hochzeitlich Kleid an, um dem Weibchen zu gefallen und es aufmerksam zu machen; das glänzendste Hochzeitsgewand hat aber sicherlich das Glühwürmchen. Und zu dieser Farben- und Formen- pracht kommen noch Töne, Geräusche und Gerüche, die ihre Wirkung auf das meist recht bescheiden ausgestattete Weibchen nicht verfehlen.

Von all dieser 15 Das Weib bei den Naturvölkern Pracht hat der Mensch von Natur aus nichts mitbekommen; aber doch hat Mutter Natur ein weitaus stärkeres Mittel in ihn gelegt: Je höher der Mensch steht, desto feiner werden die Anziehungsmittel sein; eines aber bleibt stets: Schon der Naturmensch widmet seiner Herstellung einen beträchtlichen Teil seiner Zeit, und beim Kulturmenschen geben sich eigene Industriezweige damit ab.

So darf man wohl zu allen Zeiten von einem mehr oder weniger feinen Kulte des Weibes sprechen, einem Kult, der gleichsam den ganzen Werdegang der Menschheit gedrückt und zugleich gehoben hat, der zwischen derber momen- taner Forderung einerseits und vornehmem Verlangen nach dauerndem Besitz andererseits hin und her schwingt. So erscheint es denn sehr berechtigt, dem Weibe eine Monographie zu widmen, und das um so mehr, als das Weib einen wenn auch kleinen, so doch speziellen Kulturkreis um sich gebildet hat.

Würde eine Monographie des Mannes und seiner Tätigkeit sich im wesentlichen mit einer Kulturgeschichte überhaupt decken, so stellt die dem Weibe spezifische Kultur einen eigenen, wenn auch kleinsten Ast dieser Entwicklung dar. Wo sich das Weib davon zu emanzipieren sucht und dem Manne nachahmt, hört seine eigentümliche Kulturwelt auf und sein Lebensbild wird zur Karikatur.

Schon die ältesten Zeiten haben solche Karikaturen gezeichnet, allerdings hier gar oft, weil die Verhältnisse dazu drängten. Damit ist eigentlich das, was wir hier behandeln wollen, deutlich umschrieben.

In folgenden Zeilen soll also das Weib bei den Naturvölkern seine Behandlung finden. Das Wort Naturvölker bedarf einer Erklärung. Im vollen Sinne des Wortes genommen, gibt es keine Naturvölker mehr. Alle heutigen Stämme haben wenigstens etwas Kultur erworben und fast alle stehen in einer gewissen Wechsel- beziehung zu den benachbarten Kulturvölkern. Wenn man also von Natur- völkern spricht, so versteht man darunter Stämme, die auf einer gewissen primitiven Kulturstufe stehengeblieben sind oder sie doch nur sehr langsam weiter entwickeln.

Eine absolute Grenze ist also nicht zu ziehen. Mit Erfolg hat man daher jene Völker, die gewisse Gebiete des täglichen Lebens auf die Höhe 16 Das Weib bei den Naturvölkern von Kulturvölkern gebracht, während sie andere Zweige nicht gefördert haben, als Halbkulturvölker bezeichnet.

Ähnlich verhält es sich mit Indonesien; hier haben wir im allgemeinen eine ziemlich entwickelte Halbkultur, unter der nur einzelne Stämme zurückgeblieben sind. Noch schwieriger ist die Scheidung in Indien. Man wird solche Stämme also jeweilig bei Natur- und Halbkulturvölkern zu behandeln haben, ohne ihnen einen bestimmten Platz anweisen zu können.

Selbstverständlich erscheint es nötig, da und dort auch Momente aus dem Leben von Kulturvölkern heranzuziehen, die in primitiven Anschauungen wurzeln und wie mächtige Bindeglieder die Kultur- und Natur- stufe der Menschheit verbinden. Wie gar oft denkt unser Volk um kein Haar anders als ein Naturstamm, und was wir manclomal für ein Zeichen der Schick- lichkeit halten und es zum guten Ton rechnen, ist nichts anderes als ein Rest tiefsten Aberglaubens einer grauen Vorzeit.

Auch viele unserer Gebräuche, unserer Feste wurzeln in jener Zeit, in der unsere Vorfahren noch auf der Stufe eines Naturvolkes standen. Jahrhundert leider auch über die übrige Welt zu verbreiten anfing. Diese gemeineuropäische Kultur liegt aber über den einzelnen Völkern doch nur wie eine ganz dünne Schicht und kann leicht abgehoben werden. Sie trägt im wesentlichen christliches Gepräge und wird von einer einseitigen Technik getragen.

So wirkt die europäische Hochkultur überall dort auflösend, wo nationale Kulturen bestehen. Naturvölkern gegen- über wird es ihr auch nie gelingen, wirkliche Kultur zu verbreiten.

Diese werden vielmehr stets zu welken beginnen, wo sie auch nur der Hauch dieser einseitigen Kulturwelt trifft. Greifen wir ein recht naheliegendes Beispiel heraus, den deutschen Osten. Heute liegt die Kolonisationsarbeit einzig und allein in den Händen von offiziellen Vertretern der europäischen Hochkultur mit deutschem Anstrich, und diese richtet gegen das Polentum, das immerhin eine wahre nationale Kultur bewahrt hat, nichts aus, obwohl diese keine besonders hohe ist.

Dasselbe gilt für die deutsch-italienische Grenze. Um wieviel stärker aber ist diese zersetzende Wirkung Naturvölkern gegenüber. Geht dann etwa die europäische Besiedlung zurück, dann ist das Naturvolk eben um so und so viele kulturelle Werte ärmer, ohne Ersatz dafür erhalten zu haben. Zumeist sind die Verbreiter der europäischen Scheinkultur dann auch noch ganz ungebildete Handelsleute, denen es nur darum zu tun ist, ihren Geldbeutel zu füllen, und gegen die leider die Regierungen nicht vorgehen wollen.

Wer heute dorthin kommt, wird mein Idyll nicht mehr finden. Wie alles vernichtende Heuschrecken- schwärme dringen die entmenschten Scharen der Kautschuksammler immer weiter vor. Schon haben sich die Columbianer an der Mündung des Cuduiary fest- gesetzt und führen meine Freunde weit weg in die todbringenden Kautschuk- wälder.

Am unteren Caiary machen es die Brasilianer nicht besser. Die Dorf- plätze veröden, die Häuser fallen in Asche, und von den Pflanzungen, die der pflegenden Hände entbehren, nimmt der Urwald wieder Besitz. Ein entwicklungsfähiges Menschenmaterial wird durch die Brutali- täten dieser modernen Kulturbarbaren zugrunde gerichtet.

Eierstock eines 19 jährigen Mädchens, das acht Tage nach der Menstruation starb. Mitte dutchschnitten ein corpus luteum sichtbar, Schnitt durch den Eierstock eines jungen darum mehrere Graafsche Follikel. Weibes, in voller geschlechtlicher Reife. Reifender Follikel aus dem Ovarium einer 20 jährigen Frau.

Theca interna mit ihren in die Luteinmembra eindringenden Gewebssprossen. Auch von hier sieht man Bindegewebe in die Luteinmembra ein- dringen, welches sich mit demjenigen der Theca interna vereinigt. Lage eines Kindes im Mutterleib, kurz vor der Geburt. Röntgenbild nach Warnekros Atlas. Kind während der Geburt. Der Kopf ist bereits aus der Scheide ausgetreten. Die Wirbelsäule des Kindes liegt über der Wirbelsäule der Mutter. Chamacocco-Lelechawa, Chamacocco-Indianer- 2 5 — 30 Jahre.

Hereromädchen zur Zeit der Reife. Originalaufnahme von Speer in Auss. Noch schlimmer ist dies Verhältnis in religiöser und sozialer Hinsicht. Hier drängt man den Naturvölkern das Christentum, europäische Sitten und Ge- pflogenheiten, europäisches Recht und ähnliches auf, ohne im geringsten danach zu fragen, ob diese Dinge auch für die bedauernswerten Betroffenen passen.

Um aber ja die unchristliche Polygamie zu verdrängen, duldet man lieber den Einzug der Prostitution bei den Naturvölkern, jener Schöpfung der europäischen Gesetzgebung. In ihrem Gefolge ziehen dann die verheerenden Geschlechtskrankheiten ein, denen die Naturvölker erschreckend rasch erliegen. Erkältungen und Lungenerkran- kungen sind die Folgen davon. Es ist ebenso verkehrt, als wenn man von uns Europäern verlangen wollte, plötzlich im Winter nackt zu laufen.

Dem euro- päischen Handel und der Industrie zuliebe bringt man ihnen Alkohol, der in den Tropen furchtbar wirkt, um so mehr, als diese Völker nicht in langsamer Entwicklung daran gewöhnt wurden. Von diesem Standpunkte aus mögen die folgenden Zeilen betrachtet werden. Dieser schnelle Verfall wird durch die Mutterpflichten noch beschleunigt, denn bei Naturvölkern währen die Verpflichtungen der Mutter gegen die Kinder länger Säugezeit oft 4 bis y, ja bis zu 15 Jahren.

Es ist daher zunächst von Interesse, jene die beiden Geschlechter unterscheidenden Merkmale ins Auge zu 28 Das Weib bei den Naturvölkern fassen. Man unterschied dabei bisher die primären Geschlechtsmerkmale, d. Männlich ist, was Samenfädchen abgibt, weiblich, was Eichen ablöst. Hoden und Eierstöcke sind also grundlegende Geschlechts- merkmale. Sie sind für die normale Entwicklung des betreffenden Geschlech- tes notwendig, denn sie umfassen die Leitungsorgane für die Geschlechtsprodukte Eileiter, Samenleiter , dann eine Reihe wichtiger Geschlechtsdrüsen, die man auch akzessorische Drüsen von lat.

Weiter- hin die Beiwohnungs- oder Kopulationsorgane von lat. Befruchtung , also das männliche Glied und der weibliche Scheidenvorhof mit der Scheide Vagina. Zu ihnen tritt noch als Fruchtträger die Gebärmutter oder Uterus; beim Manne gibt es noch ein verkümmertes Organ, das Webersche Organ oder den Sinus prostaticus, welcher der weiblichen Scheide entspricht. Die nächste Gruppe sind j. Sie sind für die Zeugung und das Werden der Frucht nicht direkt notwendig, aber sie sind charakteristisch für die normale Ausbildung der beiden Geschlechter.

Man hat sie früher auch sekundäre Geschlechtsmerkmale genannt. Diese Merkmale, die so recht die Verschiedenheit von Mann und Weib bestimmen, sind ungemein zahlreich.

Wir können nur die wichtigsten herausgreifen. Auch die Knochen sind beim Weibe zarter gebaut als beim Manne. Der durchschnittliche Rauminhalt des männlichen Schädels beträgt ccm, der des Weibes nur ccm. Da- gegen ist das weibliche Becken weiter und ausladender angelegt.

Sehr wichtig sind die Unterschiede am Kehlkopf. Er bleibt beim Weibe auf einer kindlichen Stufe stehen, während beim Manne zur Zeit der Geschlechtsreife die Stimmritze auf das Doppelte wächst und so der sogenannte Adamsapfel entsteht.

Die Muskulatur des Weibes ist schwächer, und bei gleichem Körpergewicht besitzt das Weib etwa 10 kg weniger Muskelmasse als der Mann. Umgekehrt lagert sich beim Weibe mehr Fett ab. Die Hinterbacken, Oberschenkel, Brustdrüsen und der Venusberg werden so rundlicher geformt als beim Manne. Besonders besitzt das Weib mehr Hautnerven, hat also einen feineren Tast- und Drucksinn. Die Haut des Weibes ist glatter und gespannter, zarter und durchscheinender, während die des Mannes pigmentreicher ist, d.

Sehr charakteristisch für beide Geschlechter ist aber die Be- haarung. Das weibliche Einzelhaar ist weidier und dünner, das Kopfhaar länger als das des Mannes. Wolle zeigt, die dem neugeborenen Knaben fehlt. Dieser besitzt dagegen eine kürzere oder längere Behaarung, die später verschwindet und zur Zeit der Pubertät Geschlechtsreife wieder auftritt. Mit dieser beginnt das Terminalhaarkleid von lat. In der Behaarung der Geschlechtsgegend ist aber auch ein charakte- ristischer Unterschied zu verzeichnen.

Beim Weibe erscheint sie als ein Dreieck, dessen obere Seite geradlinig oder sogar nach unten gebogen abschneidet, während beim Manne die Biegung nach oben ausladet, ja die Haare sogar manchmal in Form einer Spitze gegen den Nabel verlaufen. Die Brustdrüsen formen sich beim Weibe rundlich hervorstehend durch Einpolsterung von Fett. Mit der Schwangerschaft entwickeln sich darin die Drüsenschläuche.

Sehr verschieden ist die Atmung beider Geschlechter. Das Weib atmet mehr mit der Brustmuskulatur kostal , der Mann mehr mit den Bauchmuskeln abdominal. Die Zahl der roten Blutkörperchen des Weibes ist geringer und ebenso der Hämoglobingehalt. Auch der Blutdruck ist beim Weibe geringer; man zählt beim Manne durchschnittlich 72 Pulsschläge, beim Weibe 80 in der Minute. Der Geruchsinn des Mannes ist besser entwickelt, während umgekehrt dasselbe vom Geschmackssinn beim Weibe gilt. Es entsteht nun die Frage: Was ist die Ursache dieser Verschiedenheiten?

Dies erfahren wir durch die Betrachtung von: Die beeinflussenden Geschlechts- merkmale die Drüsen der inneren Sekretion. Er spritzte nun diesen kastrierten Froschmännchen Hodenbrei von anderen Froschmännchen ein, und sofort bildeten sie wieder Daumenschwielen; also geht 31 Das Weib bei den Naturvölkern von den Hoden etwas aus, das die Bildung der Schwielen verursacht.

Hier knüpfte nun Steinach an. Folgerichtig wurde der Umklammerungsreflex aus- gelöst. Dies geschah aber nicht, wenn er Hirnbrei von nicht brünstigen Fröschen wählte.

Nun kastrierte Steinach sehr junge etwa 3 bis 6 Wochen alte Rattenmännchen. Nähte er nun solch kastrierten Rattenmännchen an irgendeiner Körperstelle Hoden ein, so erfolgte die Entwick- lung ganz normal; aber nur dann, wenn diese Hoden angewachsen waren.

Ganz ähnlich — allerdings viel kom- plizierter — konnte der Vorgang im weiblichen Sinne bei den Eierstöcken nach- gewiesen werden. Nun war die Frage wichtig, ob es gleich sei, wenn man Hoden oder Eierstöcke einnäht.

Lage der Drüsen mit innerer Sekretion. Ja, die Männchen, denen Eierstöcke eingenäht waren, entwickel- ten genau dieselbe Brustdrüse wie normale Weibchen und stillten die Jungen besser als diese. Der Mensch besitzt aber noch mehrere solcher Drüsen, die wir noch kurz be- trachten wollen. Es gibt aber auch Drüsen, die diesen Ausführungsgang nicht besitzen; sie geben ihre Sekrete nach innen, also direkt ins Blut ab. Man nennt sie daher Blutdrüsen oder Drüsen der inneren Sekretion Zeichn.

Hoden und Eierstöcke tun beides. Alle diese Drüsen sind für den menschlichen Organismus von höchster Wichtigkeit, denn sie regeln alle Vorgänge mehr oder minder, beeinflussen unser Wachstum, den Blutumlauf, die Ausbildung der verschiedensten Körpermerkmale, unser geistiges Leben, unseren Gemütszustand.

Ob wir heiter oder traurig gestimmt sind, ob wir in Wut geraten, ob wir Liebe oder Abneigung empfinden, ob unser Geschlechtsleben normal oder anormal verläuft, ist von diesen Drüsen abhängig. Da steht an erster Stelle die Thymus- oder Brieseldrüse. Sie liegt auf der Brust unter dem Brustbein, ist bei den Kindern stark entwickelt und bildet sich vom Lebens- jahr ab zurück.

Sie hemmt die Entwicklung der Geschlechtsorgane und beherrscht so die Zeit des Keimschlafes des Kindes, d. In ähnlichem Sinne wirken neben ihr zu- nächst zwei Drüsen an der Unterseite des Gehirnes, die Hypophyse von griech. Wachstum und die ihr benachbarte Epiphyse. Die Hypophyse oder der Hirnanhang besteht aus einem hinteren und einem vorderen 34 Abb. Kreuzbeinraute bei einer Mulattin. Lendengrübchen bei einem Mädchen aus Java. Weiber aus Ostperu, mit Steatopygie. Bei Geschwülsten der Hypophyse beobachtet man Verkümmerung der Geschlechtsteile, Stehenbleiben auf kindlicher Stufe und Fettsucht, bei Herausnahme hört die Bildung von lipoider Substanz und die Follikelreife in den Eierstöcken auf siehe später.

Auch sie wirkt hemmend auf die geschlechtliche Entwicklung. Von besonderer Bedeutung scheint die Schilddrüse oder die Thyreoidea von griech. Sie ist seitlich vom Kehlkopf am Halse leicht zu fühlen. Störun- gen führen zu geistiger Minderwertigkeit oder Verblödung dem sogenannten Kretinismus, der wieder mit Stehenbleiben des Wachstums, Verkümmerung der Geschlechtsteile und manchmal mit Kropf Hand in Hand geht.

An der Schilddrüse selbst befinden sich die Nebenschilddrüsen Parathy- reoidea; von griech. Ihre Wegnahme zieht den Tod nach sich, denn sie zerstören gefährliche Giftstoffe, die sich im Körper bilden. Alle diese Drüsen wirken mehr oder weniger der Entwicklung der Geschlechtsorgane und teilweise der Geschlechtsmerkmale entgegen.

Mehr in deren Sinne wirken dagegen die Nebennieren glandulae suprarenales. Sie bestehen aus zwei Schich- ten, einer Rinden- und einer Markschicht. Beide sondern ein Sekret ab, und diese Sekrete stehen sich in ihrer Wirkung entgegen.

Die Rindensubstanz wirkt arte- rienerweiternd und setzt so den Blutdruck herab, während die Marksubstanz Adrenalin oder Suprarenin absondert, das die Arterien verengt und den Blut- druck steigert. So regelt die Nebenniere wie eine feine Waage den Blutkreislauf. Die Rindensubstanz scheint aber auch durch Vernichtung von Ermüdung schaf- fenden Giftstoffen sehr wichtig zu sein, denn die Zerstörung der Rindensubstanz hat den Tod zur Folge.

Ihre Sekrete scheinen es auch zu sein, welche die Thymusdrüse zerstören und so langsam die Periode des Keimschlafes des Kindes, in der die geschlechtliche Entwicklung ruht, beenden. Damit beginnt die Zeit der Ge- schlechtsreife oder die Pubertät Lebensjahr , die mit dem Lebens- jahr, in dem ungefähr das Wachstum beendet ist, in die Periode der Geschlechts- tätigkeit übergeht. Von der Pubertät ab treten die Geschlechtsdrüsen oder Gonaden in den Vordergrund, wie wir oben bereits sahen.

Während nun beim Manne die Hoden in ihrer Tätigkeit ziemlich klar sind, ist dies bei den Eier- stöcken des Weibes weniger der Fall; um aber die innere Sekretion der Eierstöcke zu verstehen, bedarf es näherer Ausführungen. Der Eierstock besteht aus dem Bindegewebe, das ihn als Hülle umgibt, der Drüsensubstanz Rindenschicht und der Marksubstanz, d.

In dieser Rindensubstanz vollzieht sich nun ein ganz besonders wichtiger Vorgang, die Bildung der weiblichen Geschlechtszellen Follikeln in drei Stufen, dem Primordialfollikel, dem reifenden Follikel und dem Graafschen Follikel.

Der Primordialfollikel stellt das ursprüngliche Ei, umgeben von kubischen Zellen, aus denen später Follikelepithelien entstehen, dar. Im Zustand der Reife vermehren sich diese und umwuchern die Eizelle, die so zu einem Bläschen wird, das sich mit Flüssigkeit Liquor folliculi füllt und nun Graafscher Follikel ge- nannt wird Abb. Diese enthält dagegen kleine lipoidhaltige Körnchen, das Lutein, einen gelblichen Farbstoff, weshalb man von Thecaluteinzellen spricht Abb.

Mit diesem Geschehen geht aber ein wichtiger — vielleicht der wichtigste — physiologische Vorgang im weiblichen Geschlechts- leben, die Menstruation, Hand in Hand. Ist die Ovulation erfolgt, dann füllt 40 Das Weib bei den Naturvölkern sich der geplatzte Follikel mit gelblichen Zellen, über deren Herkunft noch Unklarheit herrscht.

Er wird deshalb gelber Körper corpus luteum genannt. Demnach ist beim Weibe die innere Sekretion des Eierstockes an drei Gewebeteile geknüpft: Ist dies der Fall, dann entsteht ein corpus luteum gravidatis, das die Reifung weiterer Follikeln verhindert.

Ihr Gewebe bildet dann neue Zwischen- zellen, und die Menstruation bleibt aus. Die Menstruation selbst verläuft also parallel zur Ovulation, denn sie bleibt aus, wenn man das frische corpus luteum ausbrennt. Die Menstruation zerfällt nun in vier Abschnitte; je nachdem die Gebärmutterschleimhaut mit Blut gefüllt ist.

Zunächst beobachten wir eine Ruhezeit, die bis 14 Tage dauert. Dann schwillt sie sehr stark durch Überfüllung mit Blut an Vorläuferzeit. Sie ist jetzt vorbereitet für die Aufnahme eines befruchteten Eies.

Man kann also die Menstruation als die Geburt eines unbefruchteten Eies bezeichnen. Es folgt dann die Nachmenstruationszeit, in der die Gebärmutterschleimhaut wieder in ihren alten Zustand zurückkehrt. Hört nun mit dem Erlöschen der Follikel- reifung beim Weibe die Menstruation auf, dann tritt das Klimakterium von griech. Leiter, also Zeit, in der es anfängt, abwärts zu gehen , die Wechseljahre ein. Mit der Geburt hört natürlich diese Sekretion auf und die Milchabsonderung beginnt.

Wir haben es also beim Weibe mit sehr komplizierten Vorgängen zu tun, die noch viel der Klärung bedürfen. Betrachten wir nun noch einige Momente, die für die Anthropologie und Eth- nologie der Geschlechtsteile von Interesse sind. Aus der Beschaffenheit des Mons veneris Geschlechtshügels kann zweifelsohne auf die Stellung des Beckens geschlossen werden. Man hat zunächst zwischen stark und schwach gewölbtem Mons veneris zu unterscheiden.

Im ersten Fall ist das Becken wenig, im zweiten stark geneigt. Negerinnen und Feuerländerinnen haben ihn sehr schwach gewölbt, während die Polynesierinnen Samoanerinnen und überhaupt die Malaiinnen sehr stark gewölbten Mons veneris besitzen. Die mehr oder minder starke Ablagerung von Fett spricht dabei sehr mit. Auch der Haarwuchs ist für die Rassenunterscheidung wichtig. Er folgt dabei im wesentlichen der Körperbehaarung überhaupt.

Feuerländerinnen, Südamerika- nerinnen, Frauen der Buschmänner und Hottentotten haben schwache Behaarung, während die Dayakweiber, die Melanesierinnen, Polynesierinnen, vor allem aber die Ainufrauen sehr starke Behaarung aufweisen. Sehr kräftig und noch dazu 42 Das Weib bei den Naturvölkern rotgefärbt sind die Haare bei den Weibern des Bismarckarchipels. Die Hottentottenfrauen hingegen bilden das Extrem nach der anderen Seite.

Man hat diese Abnormität, die übrigens auch sonst — selbst in Europa — vorkommt, Hottentottenschürze siehe später genannt. Vielleicht ist sie Rassenmerkmal und in Europa Nachklang einer in der späteren Bevölkerung aufgegangenen Urrasse. Auch in Dahomey West- afrika werden Mädchen mit verlängerten Geschlechtslippen bevorzugt, während sich die Weiber von Betschuanaland Südafrika , dann die Mandingofrauen, die Abessinierinnen usw.

Was nun die Geschlechtsteile selbst anbelangt, so sind sie bei Feuerländerinnen und Wolof- finnen Afrika schwach entwickelt, es mangelt das Fettpolster der Labia majora, und die Klitoris ist klein geblieben. Den Übergang zu den begleitenden Merkmalen bildet die Brust, die vom gene- tischen Standpunkte aus überhaupt bereits zu diesen zu rechnen ist.

So haben die der ersten Gruppe mehr die Möglichkeit in sich, dauernder zu sein als die der zweiten Gruppe. Selbstverständlich darf die Beobachtung nur bei Weibern ge- macht werden, die noch nicht geboren haben, da durch die Schwangerschaft die Form der Brust sich ändert und die Hängebrust aufzutreten beginnt. Auch der Warzenhof ergibt dieselbe Grup- pierung; während er in Nordasien und Europa vgl. Dies bestätigen die zahlreichen Einzelnotizen.

So berichtet Steller über die Itälmenerinnen auf Kamtschatka: Die Brüste der Melanesierinnen bezeichnet Fintsch als gut geformt Abb. Bei den Polynesierinnen dagegen ist eine Entwicklung 44 Das Weib bei den Naturvölkern zur spitzen Form fast unverkennbar Abb, 43 , wozu die oben erwähnte Ab- schnürung wesentlich beiträgt. Von der Brust einer etwa 16 — 1 8 jährigen Austra- lierin sagt Virchow: Die Brustdrüsen sind dann halbkugelig her- vorstehend, prall, unten gewölbter, oben flacher Abb.

Der Warzenhof ist, wie bei manchen unserer jungen Mädchen, ebenfalls gewölbt und von einer kurzen Warze überragt. Kegel- förmig entwickelt sich dann auch der Warzenhof, weniger die Warze. Das ge- währt einen unschönen Anblick Abb. Noch mehr verliert sich das Ästhe- tische der weiblichen nigritischen Torsobildung, wenn solche spitzkugelförmigen Brüste früh welken und siech herabhängen.

Nach Geburten können daraus schlappe, schmale, spitzige Hautfalten werden. Bei noch anderen Nigritierinnen zeigt sich ein in der Jugendblüte breiter, hoher, voller, manchmal übervoller Busen. Aber auch der welkt früh dahin und erhalten sich an seiner Statt nur breitere, ebenfalls flache, leeren Tabaksbeuteln gleichende Reste.

Hübscher sind da- gegen die Brustbildungen der Kaffernmädchen. In Amerika gilt ähnliches. Bei den südamerika- nischen Indianerinnen finden wir dagegen in der Jugendzeit sehr hübsche For- men Abb. Die nordamerikanischen Weiber zeigen weniger starke, die Eskimofrauen dagegen sehr stark entwickelte Brüste.

Damit kommen wir zu den eigentlichen begleitenden Geschlechtsmerkmalen. Da ist zunächst der Gesamtkörper, der unser Interesse beansprucht. Das Volumen des Brustkastens ist im allgemeinen beim Weibe geringer, weshalb die Menge der Ein- und Ausatmung ebenfalls kleiner ist. An der Brustlänge fehlt dem Weibe etwa eine Rippenbreite, daher ist die Luftröhre kürzer, was zu höherer Stimmlage beiträgt. Die Kiefergelenke sind beim Weibe schwächer, das Gesiebt ist kleiner, ebenso bei allen Völkern der Hinterschädel des Weibes.

Schädelgewicht und Schädelinhalt, dann Horizontal- umfang und Schädeldurchmesser sowie Gehirn sind ebenfalls kleiner. Die Haut ist zarter und zumeist heller als die des Mannes, das Haar länger, die Körper- behaarung dagegen geringer. Wenn also ein Zweig der modernen Frauenbewegung nach geringer Differenzierung strebt, so erhebt er eine tiefere Kulturstufe zu seinem Ideal. Henning betont das gleichfalls, wenn er sagt: Die Darm- beinschaufeln rücken tierähnlich mehr nach hinten oben; dies ist bedingt durch die den Frauen und Mädchen aufgebürdete schwere Männerarbeit, wodurch das Becken zugleich eckiger, den Muskelursprüngen und -ansätzen entgegenkommen- der wird.

Es ist beim Weibe breiter als beim Manne. Daraus entspringt wieder jene Neigung zur X-Beinigkeit, die wir bei den Weibern mancher Völker beobachten, so bei den Samoanerinnen und 46 Das Weib bei den Naturvölkern Gilbertinsulanerinnen.

Sehr wichtig für die Anthropologie wird die Neigung des Beckens werden. Es sind zwei Vertiefungen oberhalb der Hinterbacken, die durch ein kleines, an dieser Stelle von Muskeln freies Knochenstück verursacht werden.

Durch dieses Knochenfeld wird zugleich ein mit der Spitze nach abwärts stehendes Dreieck gebildet: Manchmal findet sich über ihm ein weiteres Grübchen, das dann mit den End- punkten des Dreiecks eine Raute, die Kreuzraute Abb. Auch sie kommt fast nur bei Weibern vor. Auf die Gestaltung des Beckens wirkt zwei- felsohne die Tätigkeit und Lebensweise des Weibes ein, besonders die Art, wie es die Kinder trägt.

Viele Naturvölker pflegen diese bis in fortgeschrittenes Alter während der Arbeit auf dem Rücken zu tragen Abb. Ihre extremen Grade bezeichnet man mit Steatopygie. Sie findet sich in Afrika und wohl auch im prähistorischen Europa Abb. Es 47 Das Weib bei den Naturvölkern ist ja überhaupt sehr schwer, zu sagen, dieses oder jenes weibliche Wesen ist schön, sehr schön. Man wird immer Widerspruch begegnen. Und was unter uns Menschen, die wir doch unter nahezu gleichen Verhältnissen aufwachsen, gilt, das gilt natürlich um so mehr zwischen uns und den Naturvölkern.

Unsere Schönheitsbegriffe decken sich zumeist nicht. Wir haben also stets zu unter- scheiden zwischen einer Erscheinung, die unter ihren Stammesgenossen für hübsch gilt, und einer solchen, die wir für hübsch finden. Da unsere Auffassung natürlich auch nur Ansichtssache ist, so kann man über ihre Berechtigung oft streiten. Eine Norm darf man aber auf alle Fälle aufstellen: Unschön sind Weiber, deren Erscheinung männliche Züge trägt, deshalb, weil darin eine Ver- neinung des weiblichen Wesens liegt.

Bei Naturvölkern besteht nun allerdings dazu häufig eine gewisse Neigung, zumal bei den Indianern Nord- und Süd- amerikas Abb. Dieser Eindruck wird dann noch erhöht durch die sehr ähnliche einfache Tracht beider Geschlechter und den Mangel des Bestrebens, die sekundären Geschlechtsmerkmale zu betonen, wofür unsere europäischen Frauen und Mädchen so viel Geschick besitzen. Woher kommen diese männ- lichen Erscheinungen? Zweifelsohne liegt die Disposition bereits in den Merk- malen der Rasse, d.

Ein stärkeres Vorhandensein männlich beeinflussender Sekrete wird also auch im weiblichen Körper männliche Formmomente anlegen. Die Weiber bei den Naturvölkern verrichten oft männliche Berufe und werden zu einer stumpfsinnigen, ununterbrochenen schweren Arbeit verurteilt.

So findet keine Zuchtwahl zugunsten der Schön- heit statt, ein Standpunkt, dem Europa allerdings mit seinen Geldheiraten auch recht nahe kommt. Dies führt uns von selbst zu einem weiteren Element, dessen wir schon oben gedachten, nämlich zur Ernährungsfrage. Stämme, die durch die Lage ihres Gebietes gezwungen sind, jedes Jahr eine Zeitlang hungern zu müssen, 48 Das Weib bei den Naturvölkern werden sich auch körperlich nicht günstig entwickeln. Die Züge der Frauen werden, eine natürliche Folge ihres beständigen Verweilens im Freien und ihrer harten Lebensweise, mit den Jahren sehr grob, und man kann sie oft ebenso- wenig von den Männern unterscheiden, wie man bei Kindern Mädchen von Knaben zu erkennen vermag.

Nordenskjöld betont dies z. Betrachten wir zunächst Asien. Die Bevölkerung des hohen Nordens weist keine schönen Weiber auf Abb. Wenn man will, mag man die eine oder andere in früher Jugend hübsch finden, aber das Wenige, was an ihnen zu loben wäre, wird für unsern Geschmack durch den Schmutz, mit dem sie behaftet sind, und den widerlichen Trangeruch stark beeinträchtigt.

Weiter nach Zentralasien zu treffen wir auf Turkvölker. Man kann sie ihrer Mehrzahl nach nicht mehr zu den Naturvölkern rechnen, und wir wollen sie deshalb nur streifen. Hier macht 49 Das Weib bei den Naturvölkern es deutlich den Eindruck, als ob die Schönheit der Frauen mit der Kultur wachsen würde; aber trotzdem kann von einem erfreulichen Aussehen auch hier nicht gesprochen werden, wenigstens nicht vom Durchschnitt der Frauen.

Die Männer sind meist hübscher. Ganz eigenartig aber ist ein Völkersplitter im nordöstlichen Asien, die Ainti. Besser wird es, wenn wir zu den Naturvölkern des südlichen Asiens kommen. Da begegnen wir zunächst unter den primitiven Stämmen Indiens sehr ansprechenden, oft sogar sehr hübschen Frauen. Wirkliche, wenn auch eigenartige Schönheiten finden sich mehr unter den Todas, einer Urbevölkerung Indiens. Auch Jagor bezeichnet diese südindischen Frauen als ungemein zierlich, zart, reinlich, elegant, anmutig und verführerisch.

Ganz ähnlich liegt die Sache in Hinterindien. Hier haben wir mindestens eine ebenso reiche Völkerschich- tung als in Vorderindien; auch hier eine negroide Urbevölkerung, über die sich eine Reihe fremder, teilweise Gebirgsvölker schichten. Hier kann darauf nicht eingegangen werden.

Diese primitiven südasiatischen Stämme finden wir aber auch noch sonst auf der Halbinsel Malakka, wir sehen sie auf den Andamanen Minkopis Abb. All das gilt natürlich auch hier nur vom Weibe in seiner Blütezeit, die sehr früh eintritt und nur kurz währt. Besonders die Javanerinnen sind auch nach unserem Geschmack schön zu nennen. Zweifelsohne bedeutete auch in Ozeanien die so wichtige Rassenmischung einen Fortschritt in der körperlichen Entwicklung. Hier sind es die Polynesier, die sich in der Haupt- sache mit melanesischen Elementen mischten.

Zwar sind sich die Reisenden oft gar nicht einig in der Beurteilung. So werden von manchen die Samoanerinnen als die schönsten Frauen unter den Naturvölkern gepriesen, während andere allerlei zu bemängeln suchen. Dies liegt aber daran, weil diese Forscher, so z. Besonders schön ist häufig die Brust ausgebildet, die in ebenso schöne Hüften übergeht. Es fehlt leider noch sehr an guten Bildern, und unsere Abbildungen werden ihnen nur zum Teil gerecht vgl. Ganz ähnlich ist das Verhältnis bei den Fidschiinsulanerinnen, bei denen der melanesische Einschlag bereits sehr stark ist.

Ähnlich bei den Frauen von Tonga Abb. Den Gesamteindruck des Lieblichen erhöht noch der reichliche Blumen- schmuck, mit dem sich die Schönen vom Stillen Ozean ständig zu zieren ver- 51 Das Weib bei den Naturvölkern stehen Abb. Das in unserem Bilde 10 wiedergegebene Faismädchen zeigt zwar ein etwas derbes Gesicht, dafür aber eine ganz schön entwickelte Brust.

Eine eigene Stellung nehmen die Maori, die alte Bevölkerung von Neuseeland, ein. In jungen Jahren haben die Mädchen etwas sehr Schönes an sich Abb. Die Frauengesichter gleichen derben Männergesichtern, und die Tatauierung vermag diesen Eindruck nur zu erhöhen. Ihre Blütezeit fällt sehr früh, im allgemeinen schon in das Während nämlich bei den nordöstlichen Stämmen Galla, Somali usw. Zu den hübschesten Afrikanerinnen gehören aber zweifelsohne die Kaffernweiber Abb.

Hier haben wir es gar oft mit wirklich schönen, wenn auch etwas derben Gestalten zu tun. Den Kaffern benachbart sitzen eine Reihe von Stämmen, die uns besonders deshalb sehr interessant erscheinen, weil man sie stets als Rest einer Urbevölke- rung Afrikas betrachtete. Ohne Zweifel gehören sie den Zwergrassen an. Ihre am reinsten erhaltenen Vertreter im weitesten Sinne sind die Buschmänner, während die Hottentotten durch Beimischung anderer Elemente sich körperlich und kulturell stark von ihnen entfernt haben.

Unsere Abbildungen zeigen eine Hottentottin in jüngeren Abb. Alle neigen mehr oder weniger zur Steatopygie. Benachbart sind die Ovambo. Freilich treten hier schon jene mageren, fast wadenlosen Beine auf, die den weiblichen Körper so sehr entstellen, weil sie ihn eines seiner wesentlichsten Charakteristika berauben.

Erfreulidier dürfen wir unser Ur- teil bei den Sudannegern gestalten. Hier haben wir z. Freilich sind im Sudan auch die Mischtypen sehr deutlich und als solche manchmal leicht erkenn- bar. Nase und Mund sind meist bezeichnend negroid, die Augen aber ver- raten einen starken Einschlag mittelländischer Elemente.

Die Mädchen aus dem französischen Sudangebiet sind auch für unsere Begriffe nicht gerade un- schön, die Mädchen aus Togo ebenfalls nicht, und bei den Aschantifrauen Abb. Der Norden Afrikas, als bereits dem arabischen Kul- turkreis angehörig, scheidet aus unserer Betrachtung aus, wir geben lediglich das Bild einer Abessinierin im Matronenalter Abb.

Nordostafrika zeigt vielfach un- schöne Körper. Es macht sich schon leise jener Mangel weiblicher Charakte- ristika in vielen Beziehungen bemerkbar; die Brust ist flach, oft sehr hoch- sitzend, und die Beine zeigen schon jene Momente, deren Höhepunkt wir bei Westafrika erwähnten. Von ganz besonderem Interesse sind die nach Inner- afrika zu ab und zu siedelnden Zwergvölker Abb.

Noch schlechter als in Afrika ist es mit der Schönheit der Frauen Amerikas bestellt. Hier tritt, abgesehen von einzelnen Stämmen, nur hin und wieder ein Weib auf, das wir als hübsch bezeichnen können, wenigstens in jungen Jahren.

Dies gilt besonders für das zentrale Südamerika. Hier zeigen unsere Bilder 16 und 66 und besonders 1 10 ganz leidliche Erscheinungen, und von einer unter besonderen Schwierigkeiten gemachten Aufnahme Dr. Wenden wir uns südwärts, so treffen wir zunächst auf Patagonier und Araukaner, deren Frauen einen ganz besonders männlichen Eindruck machen und so allgemeinen Schönheitsbegriffen ebenfalls sehr widersprechen. Dies gilt selbst für die Jugend- zeit der Weiber Abb.

Koch-Grünberg besucht hat, haben recht unschöne Frauen, ebensowenig können wir die Indianerinnen der Republiken des südamerikanischen Westens schön finden Abb. In Mittelamerika begegnen wir wieder besser gebauten Körpern. Wird beim Reifefest benutzt, da sie die Haare nicht berühren dürfen.

Bemalung der Mädchen bei den ersten Reifezeremonien Pitta-Pitta. Federbemalung der Mädchen bei den Reifezeremonien der Yaromga Upper. Weiber von den Andamanen. Die Frauen der Eingeborenen Nordamerikas sind nicht besser, z. Wie furchtbar erscheinen z. Erfreulicher kann man die Hopimädchen Abb.

Auch unter den Prärieindianern stehen den sehr schönen Männern keine schönen Frauen gegenüber. Am meisten sind an ihnen ihre zierlichen Hände zu loben. Was wir von den Feuerländern gesagt haben, darf man z. Freilich ist gerade dort, wo wir hübschen Erscheinungen begegnen, auch die Mischung mit europäischen Elemen- ten am stärksten.

Ein entschlossener Seehundjäger führt das hübsche Mädchen mit milder Gewalt nach seinem Zelte. Mit Gewalt wollen sie genommen sein, und deshalb werden sie auch mit Gewalt genommen. Die vorher so gerade Haltung des Körpers wird gebeugt infolge der Gewohnheit, ein Kind auf dem Rücken zu tragen; die Rundung des Körpers verschwindet, derselbe wird welk und der Gang wackelig, das Haar fällt an den Schläfen aus, die Zähne werden durch das Kauen der Häute beim Gerben bis auf die Wurzel abgenutzt und die Sauberhaltung und Wartung des Körpers und der Kleidung versäumt.

Sie verlaufen wie die anderer Kinder in Spiel und Vorübung auf die künftige Tätigkeit. Die Mädchen werden dann allerdings sehr frühzeitig zur Arbeit angehalten. Die allmähliche Ausbildung der geschlechtlichen Merkmale gibt den Naturvölkern viel zu denken.

Auch auf das Wachstum des Kindes selbst können wir hier nicht eingehen, da es für alle Menschen gleichartig sich vollzieht; auch bei Naturvölkern kann man in der ersten Kinderzeit von einer geschlechtlichen Neutralität sprechen; auch bei ihnen tritt etwa in der Zeit des ersten Zahnwechsels die getrennte Entwicklung in Augenschein, der hier wie bei uns eine Periode der ersten Streckung, d. In der Zeit der beginnenden Diffe- renzierung wird dann dieses Wachstum wieder geringer zugunsten einer neuen körperlichen Fülle, die sich bei Mädchen besonders auf das Hinterteil und die Oberschenkel erstreckt.

Die geschlechtliche Reife übt jetzt besonders auf das Mädchen einen vollständigen Umschwung in jeder Hinsicht aus. Am augenfälligsten ist die Ausbildung der Brüste. Dann beginnt der Warzenhof beim Mädchen zu schwellen und sich halbkugelförmig zu erheben unter gleichzeitiger Entwicklung der Milchdrüse Stadium der Knospe Abb.

So bilden sich die Brusthügel heraus Stadium der Knospenbrust Abb. Sehr viele Naturvölker bleiben auf diesem Standpunkt stehen, besonders viele ozeanische und afrikanische Stämme 61 Das Weib bei den Naturvölkern Abb. So unterscheidet man denn, wie schon oben erwähnt, schalenförmige Abb.

Auch die Ausbildung der Geschlechtsteile vollzieht sich jetzt. Die Lippen nehmen an Länge und Dicke zu, und am Mons veneris beginnt das Fettpolster immer stärker zu werden, wodurch er sich mehr und mehr wölbt. In seiner Mittellinie tritt die erste Behaarung auf — mit Ausnahme der der Achselhöhlen die einzige, die am Weibe vorkommt. Ein Teil der Naturvölker nimmt allerdings, wie wir oben bereits erwähnt haben, diese Entwicklung nicht, da bei vielen die Genitalbehaarung so viel wie fehlt.

Über die Reihenfolge der einzelnen Entwicklungsstadien untereinander sind wir leider noch zu wenig unterrichtet; bei Naturvölkern so viel wie gar nicht, und selbst in unserer Umgebung sehr dürftig. Sie ist einer der wichtigsten Abschnitte im Leben des Weibes. Die Blutung erscheint Naturvölkern wohl ursprünglich als unnatür- lich.

So sagt Karl v. Steinen von den Bakairi: Man entfernte säuberlich das Schamhaar und legte einen Verband an oder eine Pelotte, das Uluri. Man sieht, es war nicht die Reinlichkeit, die das Verfahren eingab, sondern das ärztliche Bemühen, dem Blutverlust entgegenzuarbeiten. Dieser Eintritt ist jedoch nicht überall gleichzeitig; kalte und warme Gegenden machen sich dabei sehr bemerkbar. Doch ist es noch eine offene Streitfrage, ob die Rassenunterschiede nicht noch mehr dabei mitsprechen, da gerade hier Untersuchungen über die Einflüsse der inneren Sekretion noch fast gänzlich fehlen.

Auch die Beschäf- tigungsart geht nicht spurlos daran vorüber. Die Menstruation tritt ein bei: Da Naturvölker mit dem geschlechtlichen Verkehr häufig sehr frühzeitig be- ginnen, gewöhnlich stets vor dem Eintritt der Menstruation, so kommen die Wirkungen dieses Verkehrs auch für die frühere Reife in Betracht, die wieder ihrerseits für die Zeit der ersten Menstruation ausschlaggebend ist.

Absolut nachweisbar ist dies vor- läufig nicht, wenn auch einzelne Fälle darauf hinzudeuten scheinen. Gegen Ausbleiben oder zu starke Menstruation werden überall Mittel gebraucht. Mehr oder minder sind diese Mittel, ent- sprechend der ganzen Medizin der Naturvölker, magischer Art.

Handwörterbuch der Sexual- wissenschaft, Bonn , in folgendem mit Hdwtb. So sagt Pli- nius: Kommen sie in diesem Zustand in die Nähe von Most, so wird er sauer, die Feldfrüchte werden durch ihre Be- rührung unfruchtbar, Propfreiser sterben ab, die Keime in den Gärten ver- dorren und die Früchte der Bäume, unter denen sie gesessen haben, fallen ab. Sogar die Ameise, dieses so kleine Tier, soll eine Empfindung davon haben; denn sie wirft die zusammengetragenen Körner, welche davon berührt sind, weg und sucht sie niemals wieder auf.

Die Urheberschaft der Menstruation schreiben daher die Naturvölker meist bösen Dämonen zu, die in Beziehung zum Blute stehen. Sehr häufig ist es der Mond — denn überall auf der Erde wird der Verlauf der Menstrualperioden mit dem Mondumlauf, die beide 28 Tage dauern, in Verbindung gebracht. Anstatt anderer Erzählungen sei daher nur eine von Seligmann aus Britisch- Neuguinea berichtete Erzählung wiedergegeben: Er pflegte den Frauen und Mädchen nach dem Garten zu folgen.

Lange Zeit nahm keine von ihm Notiz, bis er eines Tages zu schreien anfing, worauf eine verheiratete Frau ihn aufnahm und in ihren geflochtenen Korb setzte, der an einem Aste hing. Nach einer anderen Angabe war er selber hier hineingeklettert und hatte erst von hier aus zu schreien an- gefangen.

Da sagte ihm die Frau, er solle still sein, sie wolle für ihn Nahrung holen und sie kochen. Ihr Ehemann beschuldigte sie des Ehebruchs mit dem Jungen; sie leug- nete zwar, aber er hatte doch Verdacht und lauerte ihr auf, und in kurzer Zeit fand sich das Paar zusammen, worauf der Bursche in seinen Korb zurück- kletterte, der jetzt in dem Gartenhause hing, und hier wieder zu schreien begann.

Die Frau sagte, er solle still sein, sie wolle ihm zu essen geben und dann ins Dorf zurückkehren. Sein Blut spritzte zum Himmel auf und wurde hier zum Mond. Meist wird die 66 Das Weib bei den Naturvölkern Frau abgesondert oder doch wenigstens durch ein Zeichen als unrein kenntlich gemacht.

Am häu- figsten begegnen wir aber der Absperrung in einen getrennten Raum oder in ein eigens für diesen Zweck bestimmtes Haus; oder gar, wie beispielsweise auf der Insel Serang, in den Wald.

Die einfache Absonderung finden wir meist auf den Südseeinseln, bei den Omahaindianern, wo sich die Frau während dieser Zeit ein eigenes Feuer anzündet; gewöhnlich müssen die Weiber dabei auch ihre besonderen Geschirre und Geräte benutzen, meist auch eine Art Diät einhalten.

Der Gebrauch eigener Hütten, Menstruationshütten genannt, ist aber eigentlich noch verbreiteter. Bei den Hottentotten sowohl als bei den Kaffern baut sich das Weib diese Hütte sogar jedesmal selbst. Von den Siusi im nordwestlidien Südamerika berichtet Koch-Grünberg: Jeder von den Freunden nimmt sich einige Büschel Haare, die er sorgfältig verwahrt.

Beim Eintritt der zweiten Menstruation 67 Das Weib bei den Naturvölkern singt der Vater früh vor Sonnenaufgang einen ähnlichen langen Gesang mit Aufzählung aller Tiernamen, wie es bei der Totenfeier gebräuchlich ist. Zur Feier des Tages wird sie mit Carayuru-Farbe schön bemalt. Kaschiri mit Tanz darf natürlich auch bei dieser Gelegenheit nicht fehlen. Dazu gehören von allem Waschungen, die manchmal, so bei den Konde Ostafrika , durch die Tätigkeit einer Medizinfrau unterstützt werden.

Am besten sind wir über diese Waschungen durch Vaughan Stevens bei den wilden Stämmen von Malakka unterrichtet. Dieses ist dann nicht mehr in der Lage, gesunde Kinder zu gebären. Wir kommen später bei der Defloration auf die Wichtigkeit dieser Ansicht zurück.

Die Samojedin schreitet über ein Feuer hinweg und räuchert sich an Dämpfen von Renntierhaaren oder Bibergeil. Zweifelsohne wird auf diese Weise als Nebenwirkung der starke Menstrualgeruch vertrieben, der wieder mit der 68 Das Weib bei den Naturvölkern Furcht, Ekel zu erregen, zusammenhängt, auf die wir beim Schamgefühl kom- men werden; der Hauptsache nach aber dient der Rauch, das Feuer usw.

So be- richtet Dobrizhofer in seiner wertvollen Geschichte der Abiponen Südamerika: Diese Zieraten kosten ihm nicht wenig Blut, aber noch weit mehr Seufzer. Hier ist die ganze Trauerszene: Ihre Art zu malen ist sonderbar. Dörner sind ihre Pinsel und die mit dem Blut vermischte Asche ihre Farbe. Wie, das Kitzeln mit dem Dorne findest du so un- ausstehlich?

Schäme dich, du weichliche Memme! Du bist wie Baumwolle. Wer von unserer Heldennation soll eine so unverschämt Furchtsame seiner 69 Das Weib bei den Naturvölkern Liebe würdigen? Wirst du dich aber still halten, so sollst du so schön werden wie die Schönheit selbst. Alles, was sie essen darf, sind kleine Äpfelchen, die man Kakie, Roayami oder Nauaprahete nennt und an einigen Dornenhecken findet.

Wiewohl diese Frucht sonst sehr fieberhaft ist, so trägt sie dennoch zur Er- frischung des Blutes nicht wenig bei. Alle Dorne scheinen etwas Vergiftetes zu enthalten; daher sdiwellen der jungen Indianerin, die damit gestochen wird, Augen, Wangen und Lippen schrecklich auf. Ihr Anblick bewegt selbst ihren milden Vater zum Mitleid. Aber darum denkt doch niemand daran, diesen unmenschlichen Ge- brauch abzuschaffen: So viele Abiponerinnen, so viele verschiedene Ge- sichtszeichnungen.

Die am meisten gezeichnet und gestochen ist, ist die Vor- nehmste und aus dem ansehnlichsten Geschlechte. Hingegen gehört die un- streitig zu den Gemeinen oder Gefangenen, welche nur mit drei oder vier schwarzen kleinen Linien bemerkt ist. Weiteres interessante Material gewinnen wir aus einem Berichte Büttikofers über die Negerinnen von Liberia. Es gibt für Knaben und Mädchen je einen besonderen Zauberwald. Ich habe die Greegree-bush-Institution bei den Vey, Kosso, Godah, Pessy Queah und den westlichen Bassa angetroffen, habe aber keine Sicherheit, ob dieselbe auch unter den östlichen Stämmen besteht.

Wie gesagt, besteht ein ähnlicher Greegree-bush auch für die Mädchen. Derselbe wird bei den Vey ,sandy' genannt. Auch dieser Zauberwald ist eine Art von Pensionat, das auf einem dazu angewiesenen Platz im Walde, nahe bei der Stadt, errichtet ist.

Die Erzieherinnen, bei den Libe- rianern greegree-women, devil-women genannt, sind alte Frauen, deren Ober- haupt gewöhnlich die älteste Frau des Häuptlings ist.

Diese Frauen kennt man stets an kleinen, tatauierten Kreuzchen hinten auf jeder Wade. In den Sandy treten die Mädchen im zehnten Jahre, manchmal schon früher, ein und bleiben dort bis zu ihrer Heiratsfähigkeit, oft auch noch länger. Wie an die Soh-bah für die Knaben, so bezahlen die Eltern für ihre Mädchen eine gewisse Leistung in Naturalien an die Dämonsfrauen, um es ihren Kindern an nichts fehlen zu lassen.

Auch die Mädchen gehen im Zauberwalde nackt und haben beim Ein- tritt, wie die Knaben, die V erbandstatauierung anzunehmen und sich einer Beschneidung zu unterziehen, die in der Entfernung der Spitze der Klitoris auf operativem Wege besteht.

Diese letztere wird darauf in ein Läppchen gebunden, getrocknet und dem Mädchen als Zeichen der Jungfräulichkeit? Das Betreten des Zauber- waldes der Frauen ist Männern und uneingeweihten weiblichen Personen streng untersagt.

Wie der Belly Knabenzauberwald , so ist auch der Sandy unter die Obhut der N'janas oder der Geister der Verstorbenen gestellt, und wer es wagt, denselben zu betreten, wird, wie man glaubt, durch die wachsamen N'janas sofort angegriffen und getötet. Ältere Frauen dürfen, wenn sie die Abzeichen des greegree-bush tragen, ungehindert ihre Angehörigen besuchen, doch sind sie verpflichtet, beim Eintritt ihre Kleider abzulegen und zurückzulassen.

In diesem Zauberwald lernen die Mädchen unter der Aufsicht ihrer Erzieherinnen Gesang, Spiel und Tanz sowie zahlreiche Gedichte, von denen einige, wie schon Dapper sich ausdrückt, ,manches enthalten, das nicht mit Ehren.

Zudem lernen die Mädchen kochen, allerlei häusliche Arbeiten verrichten, Netze stricken und dem Fischfang obliegen. Die Zauberwaldmädchen werden von den Liberianern greegree-bush-girl, bei den Vey sandyding Zauberwaldkind , meist aber Bony Jungfrau im Sinne von Virgo genannt. Auch der sandy hat sein besonderes jährliches Antrittsfest.

An diesem Feste tragen die Soh und Soh-bah hölzerne Masken. Diese sind mehr oder weniger kunstreich aus einem Stück Wollbaumholz geschnitzte Mas- ken, von unten genügend ausgehölt, um den ganzen Kopf hineinzustecken.

Die Masken der Soh-bah stellen Mannsgesichter, die der Soh Frauengesichter vor, bei welchen die eigentümlichen Haarfrisuren mit vieler Sorgfalt nachgeahmt sind. Der untere Rand der Maske hat eine starke Einkerbung, um welche ein Blättermantel befestigt werden kann. Von dem in Nieder-Guinea sehr beliebten Federschmuck findet sich in demselben keine Spur.

Die weiblichen Dämonen pflegen unter ihrem Blättermantel oft europäische Mannskleider, Strümpfe, Schuhe oder Pantoffel zu tragen. Sie werden, sobald sie sich in der Öffentlichkeit zeigen, von einigen Frauen begleitet, welche Matten bei sich tragen, um bei einem etwaigen Toilettenunglück die Soh vor neugierigen Blicken zu schützen. Schon aus diesen zusammenhängenden Darstellungen können wir ohne weiteres die Hauptmomente der Reifezeremonien erkennen: Betrachten wir die einzelnen Stufen genauer.

Zunächst fallen uns Tatauierungen, Schmucknarben, Schmuckdurchbohrungen und Zahnbehandlung auf; wir werden sie im nächsten Abschnitt gesondert be- sprechen, da sie nicht immer an die Reifezeit allein gebunden sind.

Diese Haarzeremonien wiederholen sich nämlich bei vielen Völkern als Hochzeitsriten; wir werden also mehrmals Gelegenheit haben, darauf zurückzukommen. Weit wichtiger sind aber jene Riten, die sich auf die Sexualorgane beziehen. Gemeinsam betrieben die beiden dann seinen Club im Berliner Westend namens "Bel Ami", der nichts anderes war als ein vornehm tuendes Bordell. Inhaber Uhlmann behauptete das ohnehin, er prahlt noch heute gern mit seinen Gästen von früher: Schauspieler, berühmte Anwälte, "Leute vom Senat".

Es war, zu Uhlmanns Anfängen in den Siebzigern, eine Zeit, in der Pornografie und Prostitution noch schwer zugänglich waren und nicht, wie heute, Teil einer sogenannten Alltagskultur, in der das Elend der meisten Beteiligten häufig schöngeredet wird. Solches Elend gab es in den Zeiten des Bel Ami auch, ganz gewiss; aber in der prüderen alten Bundesrepublik mussten sich die Betreiber noch Mühe geben, eine Illusion aufrechtzuerhalten - für ihre Besucher, aber auch aus Sorge vor der Polizei.

Seit dem gut gemeinten Versuch der rot-grünen Bundesregierung , das Schicksal der Prostituierten zu verbessern und die Frauen aus der Illegalität zu holen, hat sich in der Bundesrepublik ein Sexmarkt ausgebreitet, der schaudern macht - inklusive Flatrate-Bordellen. Viele Frauen, die hier anschaffen gehen, bleiben dennoch Opfer; das Geschäft ist jetzt legal, und wenn sich der Staat dafür interessiert, dann ist es meist das Finanzamt. Was sie erzählt, ist zu Anfang die Geschichte einer anrüchigen Seite der wohlhabenden Bundesrepublik.

Er fährt Bentley, und damit "er noch was Offenes hat", berichtet die ehemalige Gattin, "hat er sich noch einen SL Mercedes gekauft". Detlef Uhlmann wirkt naiv, angeberisch, selbstverliebt, aber auch witzig und nicht einmal unsympathisch. Doch es gibt nun viel Billigkonkurrenz - und es gibt das Internet. Der "Edelclub" wirkt plötzlich, als stamme er aus dem Museum für die Geschichte der Bundesrepublik.







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